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bekannt auf der Insel Aba beim Mahdi eintraf, am dessen Schüler zu werden. Auf einem kleinen Esel reitend, hatte er nichts mehr in seinem Besitze, als ein grobes, blaues Hemde (tob), einen kleinen, ledernen Wasserschlauch (girbe) und ein Säckchen, gefüllt mit Durra.

Bezeichnend war der erste Eindruck, welchen der Prophet auf ihn machte „Als ich sein Angesicht erblickte, vergaß ich alle überstandene Mühsal. Ich sah nur ihn, hörte nur seine Worte und mußte meinen ganzen Mut aufbieten, um ihn, nach langem, ängstlichem Zaudern, anzusprechen.“ ] ) In der ersten Zeit von dem vielbeschäftigten Propheten fast ganz übersehen, schwächt sich dennoch seine hingebende Begeisterung für denselben nicht ab, weil eine innere Stimme ihm sagt: „Ich habe Baum in seinem Herzen gefunden!“ Indessen Mohammed-Ahmed, dem, wie allen großen Männern, die Gabe der Menschenkenntnis eignet, hat durch solche scheinbare Zurücksetzung den Abdullahi nur prüfen wollen. Da sich Treue und Glauben an ihm echt erweisen, zieht er ihn nun näher zu sich heran, und macht ihn bald auch zum Mitwisser der ihm gewordenen Offenbarung, daß er die Sendung von Gott erhalten habe, die Keligion des Propheten zu reformieren. Auch wird Abdullahi mehr und mehr in weltlichen Fragen sein Berater.

In dem westlichen Teile Kordofäns hatte des Mahdi Namen bereits einen vollen Klang gewonnen. Doch es galt, auch mit den starken und mutigen Araber-Stämmen des dahinter gelegenen Där-För das Band des Vertrauens zu knüpfen. Zu diesen Stämmen aber gehörte Abdullahi, weil er den Taascha-Bägara entsprossen war. Und wenn sein Vater dort auch kein Edler, sondern nur ein armer Quorän-Leser gewesen war, so besaß Abdullahi doch andere wertvolle Stützen, nämlich drei, ihm völlig ergebene, erwachsene Brüder, welche als Emissäre in jenen Gegenden zu guten Diensten verwandt werden konnten. Und er zauderte nicht, sich dieser Kräfte mit bestem Erfolge zu bedienen. Klugheit, wie Treue machten Abdullahi dem Mahdi wertvoll. Und er wuchs an dessen Seite mit jenen beispiellosen Erfolgen, welche für die revolutionäre Bewegung einen Sieg an den andern knüpften.

Abdullahi wurde der Vornehmste der vom Mahdi ernannten 4 Chalifen, der Führer der schwarzen Fahne, und zuletzt sein legitimer Nachfolger.

Jetzt, da er vom Bettler zum Fürsten aufgestiegen ist, zählt er erst 33 Jahre. Seine Gestalt ist mittelgroß, hager und knochig 5 seine Haut dunkelbraun, sein Gesicht blatternnarbig, aber intelligent, und sein Auge blitzend. Die Stimme ist stark, hell und weitreichend. Seine Kleidung wählt er schlicht, gleich der seines Vorgängers, eine weiße Igippa mit bunten b Slatin, pag. 123.

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