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KAPITEL XXV.
Abdullahi.
Abdullahi-ben-Mohammed, fortan den Titel führend „Chalifa-el-Mahdi“, d. h. „Nachfolger des Mahdi“, hatte, in Wirkung früher erlassener Dekrete, sowie der letztwilligen mündlichen Erklärung des Sterbenden, im vollen Bewußtsein seines Rechtes, den Herrscherstab über die Mahdisten, und über den ihnen zugefallenen Länderkomplex ergriffen. An der noch nicht erkalteten Leiche war ihm von den beiden anderen Chalifen, dem Führer der grünen Fahne: Aly-walad-Helu, und dem Führer der roten Fahne: Mohammed-Scharif, sowie den nächsten Blutsverwandten des Mahdi, der Treueid geleistet. Nun schritt er hinaus, und bestieg die Kanzel auf dem benachbarten, weiten, mit einer Mauer umschlossenen Gfebetsplatze, um hier von seiten des gesamten Volkes der Gläubigen die Huldigung entgegenzunehmen. Nach einer kurzen Ansprache folgendes Inhaltes: „In Einigkeit, gleich zusammengefügten Steinen, welche ein und denselben Bau stützen, wollen wir den Erfolg, welchen der Ewige uns sichtbar beschert hat, mit beiden Händen festhalten, und von dem Wege der Vorschriften, welche der Mahdi uns gegeben, niemals abweichen“ ! forderte er die vor ihm Stehenden zum Treuversprechen auf.
Ihnen wurde die bereits oben mitgeteilte „Baia“ vorgelesen, welche alle Anwesenden mit lauter Stimme unisono nachsprachen. Dann zogen sich die also Verpflichteten von dem Gebetsplatze zurück, um neuen Scharen Platz zu machen. So fluteten die Menschenmassen ab und zu, bis die Dunkelheit diese Huldigungsfeier schloß. Und in dem stolzen Gefühle, nun der Gebieter dieser fast unzählbaren Scharen zu sein, zog sich der Chalifael-Mahdi am Abend in sein schlichtes Haus zurück. Es war vor knapp 4 Jahren gewesen, daß Abdullahi, arm und un-186