Sudan Archive

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sein, wie er, durch Autorität, durch Charakter und durch die Beherrschung der einschlägigen Verhältnisse. Aus diesen Gründen erbat ihn sich der Chedive; und die englische Regierung stimmte freudig zu. War Gordon doch Engländer. Und diese Eigenschaft erschien seinen Landsleuten als hinreichende Bürgschaft dafür, daß bei der Neubildung der Dinge im Sudan das englische Interesse, unter den Händen dieses Generals, nicht zu kurz kommen würde.

Maßgebend für Gordons zukünftiges Handeln war der Brief des Chcdive, an ihn gerichtet, und datiert vom 26. Januar 1884. Er ist zu betrachten als die amtliche Quelle für Gordons Instruktion. In diesem Briefe wird die Aufgabe des Generals, als eine doppelte, in folgender Weise, ausgesprochen. Die eine ist negativer, die andere positiver Art.

Jene wurde zusammengefaßt unter dem Begriffe: „evacuation of the Sudan“, und im einzelnen ausgeführt als die Pflicht, nach Kairo zurückzuschaffen aus Chartüm, Sennaar, Kassala, Bahr-el-Ghazal, der Äquatorial-Provinz und den übrigen Militärstationen des Sudan die weißen Soldaten, die ägyptischen Zivilbeamten und solche zugewanderten Nicht-Sudäner, samt deren Anhänge, welche unter den obwaltenden Umständen den Sudan zu verlassen wünschten. Es waren das, nach Gordons Schätzung, ca. 40—50 000 Seelen.

Diese, die positive Aufgabe, bestand darin, Gordon solle zum Zwecke der Aufrichtung eines Dammes gegen die vordringende Mahdia neue Regierungsgewalten in den einzelnen Provinzen des Sudan einsetzen, entnommen den Eingeborenen — („to organize country with Soudanese employes“ 2 )) — . Und man dachte dabei vor allem an die Mitglieder der alteingesessenen Herrscherfamilien, denen einst Ägypten das Szepter entwunden hatte. — („by restoring the ancient families, whose territories had been seized by the Egyptian authorities, to their former power“.

3 )) — Es handelte sich also um eine Restauration, um die Rückbildung in den status quo ante 1819.

Sir Evelyn Baring, der damalige englische General-Konsul in Kairo, hatte wohl recht, wenn er diese Aufgabe Gordons als eine schwierige — („difficult task“ 4 )) — bezeichnete.

Ihre Durchführung war nur möglich, wenn die weitesten Vollmachten an Gordon gegeben wurden, um nach Prüfung der Lage an Ort und Stelle, .die geeignetsten Mittel zur Durchführung nach seinem freien Ermessen zu wählen.

Der Chedive besaß solchen politischen Weitblick und die dafür offene Hand. Er gab Gordon „full powers to take whatever steps he may judge 9 pag. 28, Vol. I.

2 ) pag. 128, Vol. I.

3 ) pag. 50, Vol. I.

4 ) pag. 60, Vol. II. | The Journals of C. G. Gordon, Leipzig 1885.

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