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und Palmen -Wein wurden strengstens untersagt 5 desgleichen auch das Tabakrauchen und das Tabakschnupfen, für welches der Araber eine ungemeine Vorliebe hat. Mit diesem Verbote hörte auch der Anbau von Tabak im Sudan auf.
Ein ausgesprochenes Schimpfwort wurde mit 80 Peitschenhieben, ein begangener Diebstahl mit dem Verlust der rechten Hand, bei Rückfälligen auch mit dem des linken Fußes bestraft. Da unter dem Waffenklange die Studien schweigen müssen, so untersagte er die Beschäftigung mit den auf die Auslegung des Quorän sich gründenden Wissenschaften der Theologie, der Philosophie und der Gesetzeskunde.
Und, um die Seinigen bei den Fahnen zusammenzuhalten, sowie deren Berührung mit dem Auslande tunlichst abzuschneiden, entband er dieselben von der religiösen Pflicht der Pilgerfahrt nach Mecka.
Diese hier ausgesprochenen Grundsätze und Vorschriften bildeten auch den Inhalt der Kanzelvorträge, welche der Mahdi persönlich und unermüdlich seiner gläubigen Gemeinde gehalten hatte. Dieselben wurden stets mit der größesten Andacht angehört, und oft mit begeistertem Zurufe unterbrochen. „Wir trinken aus dem Flusse deiner Beredsamkeit \“ das war ein beliebter Ausdruck des Lobes. Seiner Person wurde fast göttliche Verehrung gezollt. Man fiel vor ihm auf die Knie; man sammelte die Erde, welche seine Sohlen getreten hatten; man stritt sich um das Waschwasser, welches er benutzte. Denn allen diesen Dingen, mit denen er in Berührung gestanden hatte, schrieb man heilende Kräfte zu. Es ist keine Frage, daß lediglich das feste Vertrauen in die Persönlichkeit dieses Mohammed - Ahmed der ganzen Bewegung den Impuls gab; und dieses Vertrauen war um so stärker, als es an die mächtigsten Empfindungen in der Menschenbrust, die religiösen, anknüpfte.
Ein Mann aber, der solche starke Anziehungskraft auf die Massen auszuüben, beständig zu steigern, und bis zu seinem Tode sich zu erhalten verstanden hat, konnte kein gewöhnlicher Mensch sein. Und der Menge wiederum, welche solcher Leitung sich willenlos übergab, dieser mohammedanischen Welt, muß man eine Eindrucksfähigkeit besonders für religiöse Impulse im höchsten Grade zusprechen; Impulse, welche von politischen Bestrebungen und Hoffnungen gerade im Oriente sich niemals werden trennen lassen.