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eigenen Geschäfte. Der im vollen Vertrauen gegebene Auftrag des Mahdi war darin nicht mit einer Silbe ausgesprochen, im Gegenteil, ihm ward entgegengearb eitet.

Auf diese Briefe bekam Slatin von Gordon keine Antwort. Den Grund dieses Schweigens gibt an eine Notiz in Gordons Tagebuch vom 17. Oktober. Er schreibt: „I shall have nothing to do with Slatin’ s coming in here to stay, unless he has the Mahdi’s positive leave, which he is not likely to get: his doing so would be the breaking of his parole, which should be as sacred when given to the Mahdi as to any other power.“ 1 ) Abgesehen von der Lauterkeit seines persönlichen Charakters hielten Gordon auch praktische Erwägungen ab, Slatins Fluchtplan zu fördern. Denn mit Recht stellte er sich vor, wie solch ein Verrat, am Mahdi geübt, das Leben sämtlicher in des Propheten Gewalt sich befindender Europäer schwer gefährden würde.

„It would jeopardise the safety of all those Europeans, prisoners with Mahdi.“ 2 ) Das waren unter anderen auch die Mitglieder der römisch-katholischen Mission, welche in Kordofän zu Gefangenen gemacht waren, darunter der bekannte Pater Joseph Ohrwald er.

In eben diesen Tagen geschah es, daß eine erhebliche Verschlechterung in Gordons Lage eintrat durch die Wegnahme des von ihm nilabwärts entsandten Dampfers „Abbas“. Derselbe wurde in der Nähe von Dar-Djumna 3 ) von den Arabern genommen, die gesamte Besatzung niedergemacht, und, was am übelsten war, es wurden wertvolle Aktenstücke von dem Feinde erbeutet. Mit Recht nahm der Mahdi an, dieser schwere Verlust dürfte Gordon nun geneigter zur Übergabe machen, und er befahl deshalb Slatin, den schon einmal gestellten Antrag auf Übergabe nochmals zu wiederholen. Auch in diesem zweiten Schreiben verfolgt Slatin lediglich sein Privatinteresse, ohne des Mahdi Auftrag selbst nur mit einem Worte zu berühren.

Dieser Brief, welcher vor allem darauf hindeutet, daß die ersten Schreiben Slatins ohne Beantwortung geblieben seien, dient lediglich der persönlichen Selbstrechtfertigung des Schreibers, und es findet sich darin folgende Wendung: „I have done' nothing dishonourable, nothing which should hinder your Excellency from writing me an answer.“ Demnach blieb die von Gordon begehrte Antwort auch diesmal aus. Es widerstrebte dem geraden Sinne des Feldherrn, den angebotenen, krummen Weg zu gehen, selbst um den Preis, sich einen so erprobten *) pag. 243, 244, Teil I, The Journals etc.

2 ) an derselben Stelle.

3 ) zwischen Abu-Hamed und Merawi, pag. 14, Teil II, The Journals.

Sch ö nfe ld, Erythräa. 11 161

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