Sudan Archive

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Propheten, seines Vorgängers, zu Helfern in der Regierung mit dem Titel „Chalifa“ folgende Männer, welche zugleich bestimmt waren, in einer festen Reihe, sollte der Tod ihn abfordern, ihm zu snkzedieren. Das war an erster Stelle Abdullahi-ben-Mohammed aus Där-För.

Sodann, an zweiter Stelle, Mohammed-Scharif, das heißt der Edelmann, weil er stammte aus dem Blute des Mahdi. Und an dritter Stelle Aly-walad-Helu. Der zum vierten Chalifa ernannte Mohammed, Schech des Ordens der Senussi, das einflußreichste religiöse Oberhaupt in den Oasen der libyschen Wüste, hat diese Würde tatsächlich niemals angetreten.

Die drei Ersten waren, außer Räten des Mahdi, zugleich im Felde seine kommandierenden Generäle, und führten ein jeder sein eigenes Banner, unterschieden durch folgende Grundfarben : schwarz für Abdullahi, rot für Mohammed, grün für Aly.

Für alle in das neu zu gründende Reich eintretenden Bürger aber wurde eine Gelöbnisformel aufgestellt (die „baia“), welche jeden verpflichtete zur Treue gegen den Mahdi, zum Vertrauen auf Gott, zu sittlichem Wohlverhalten und zur Teilnahme am Glaubenskriege.

Folgendes ist ihr Wortlaut : *) „Im Namen Gottes des Barmherzigen, des Gütigen! Wir „versprechen Gott und dem Propheten und unserem Mahdi, auf „Gott zu vertrauen, nie an ihm zu zweifeln, weder zu stehlen, noch „Ehebruch zu treiben • weder Falschheit zu üben, noch Gottes „Wohltaten mit Undank zu lohnen. Wir versprechen Dir, der „Welt zu entsagen und auf sie Verzicht zu leisten. Wir werden „den Glaubenskrieg niemals fliehen!“ — Für die ägyptische Regierung war, nach dem Falle El-Obe'ids, die Lage im Sudan eine sehr kritische geworden. Man dachte in Kairo vor allem daran, das verloren gegangene Prestige durch einen eklatanten Sieg wieder herzustellen, und traf die umfassendsten Vorbereitungen zur Gewinnung eines solchen. Der Chedive selbst arbeitete, zur Zeit, hier nur mit gebundenen Händen. Die Militärrevolte des Ahmed-pächa-el-Arabi, im Jahre 1882, hatte England den willkommenen Anlaß gegeben, sich in die inneren Angelegenheiten Ägyptens zu mischen.

Das Bombardement von Alexandrien, der Sieg bei Tel-el-kebir, die Besetzung der Zitadelle von Kairo machten sie in diesem Augenblicke zu Herren des durch Finanznot und innere Unruhen geschwächten Landes. Und lediglich politische Rücksichten, für deren Erörterung hier kein Raum ist, verhinderten sie, zur Zeit, die Konsequenzen ihrer Überlegenheit über das erschöpfte Volk zu ziehen. Doch war immerhin die Wirkung diese, b pag. 172, Note, Slatin: „Feuer und Schwert im Sudan“.

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