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preis von 7—8 Maria Theresia-Talern, 1 ) um sie dann in Chartüm für den sechsfachen Preis loszuschlagen. Das bedeutete eine Einnahme von 86 400 Maria Theresia-Talern, gegen eine Anlage von 14 400 Maria Theresia-Talern. Dazu kamen dann allerdings noch die Transportkosten vom Gazellen-Flusse bis nach Chartüm. Dieser Vergleich ergibt, wieviel größer der Gewinn in späterer Zeit bei diesem Ein- und Verkauf von schwarzen Menschen war, als bei weißem Elfenbein.
Der Menschenhandel ist fast so alt, als wie die Geschichte. Schon Jakobs Söhne verkauften ihren Bruder Joseph an eine nach Ägypten ziehende Karawane arabischer Händler, für 20 Silberstücke.
Sklavenmärkte fanden sich so gut bei unseren germanischen Vorfahren im Norden, 2 ) wie im Oriente. Man raubte auf den Inseln der Nordmeere, zur Wikinger-Zeit, um das Jahr 900 n. Chr., das Menschenmaterial durch Überfälle ganz in derselben Weise zusammen, wie später hier in dem Sudan.
Es gehört bei den Orientalen zum guten Tone, das Haus voller Dienstleute zu halten. Sie sind dort eine Luxussache, und finden, ohne in ihrer Kraft ausgebeutet zu werden, wie dieses so oft unter christlichen Chefs geschehen ist, meistens eine nur zu gute Behandlung, indem sie zur Trägheit erzogen werden.
Afrika galt von jeher für den ganzen Orient als die ergiebigste Bezugsquelle von Sklaven. Und diese traten ein in die Stelle unfreier Dienstleute.
In Afrika aber war es Där-Fertit, dieses Wort genommen als ein Kollektivname der im Süden von Där-För liegenden Negerländer, welches den stärksten Export an Menschenware hergab. Das zum Verkauf dort bereitgestellte Material wird mittelst Raub von den eigenen Häuptlingen zusammengebracht. Der Vertrieb geschieht dann nicht bloß auf dem Nile, sondern auch auf verschiedenen Landwegen, durch Där-För und Kordofän, bis nach Ober-Ägypten, von wo aus die weitere Verteilung über den Orient erfolgt.
In Kordofän und Där-För wurden nun die ursprünglich für den Elfenbeinumsatz angelegten Seriben, durch die veränderte Geschäftslage veranlaßt, die Zwischenstationen für solchen Menschenhandel. Und es beteiligten sich lebhaft an demselben nicht bloß Orientalen, sondern auch Europäer, wie z. B. Alfons de Malzac, ein früherer Attache der französischen Gesandtschaft in Athen, und die Gebrüder Poncet. Der Umsatz auf diesen Handelsstraßen betrug im Durchschnitt jährlich 25 000 Köpfe. Es soll nun in keiner Weise in Abrede gestellt werden, daß auf b Schweinfurth : „Im Herzen Afrikas“ II, pag. 435.
2 ) Laxdoela Saga, Cap. XII, Halle 1896.
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