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waffe noch unbekannt war 1 ), vollzog sich innerhalb 19 Jahren von 1819 bis 1838 die militärische Unterwerfung der heutigen Provinzen Dongola, Berber, Kassala, Sennaar, Kordofän, welche in dem neugegründeten Chartüm ihr Regierungs-Zentrum fanden.
Die staatsrechtliche Stellung dieser neuen Erwerbung regelte der Ferman der Pforte von dem Jahre 1841, in welchem Sultan Abd-ul-Megd die Verwaltung dieses neugeschaffenen Reiches, dem man den Namen „Ägyptischer Sudan“ gab, den Vizekönigen von Ägypten übertrug, jedoch mit der Einschränkung, daß, während für Ägyptens Beherrschung, nach der Verordnung vom 13. Februar 1841, ihnen das Recht der Vererbung zustand, dieses Recht für den Sudan ausgeschlossen blieb. Nach der militärischen Unterwerfung bot Mohammed-Aly nun auch zur wissenschaftlichen Erforschung seine Hand und seine Mittel dar.
Bisher war wenig geschehen zur Beantwortung der seit Alters aufgeworfenen Frage nach den Nil-Quellen. Den Ursprung des Blauen Nils hatte bereits 1772 der Schotte James Bruce im Tsana-See gefunden, aber über den Weißen Nil wußte man nichts.
Um diese Lücke für das geographische Wissen auszufüllen, rüstete Mohammed-Aly in den Jahren 1839—1841 hintereinander 3 Expeditionen aus, welche von europäischen Gelehrten begleitet wurden, als Thibaut, d’Armand, Sabatier, Ferdinand Werne. Man drang vor bis zum 6ten Grade nördlicher Breite.
Auch in anderen Ländern regte sich der Sinn, an diesem Aufklärungsdienste teilzunehmen.
1857 drangen, entsandt von der Londoner geographischen Gesellschaft, Speke und Burton von Sansibar aus in’s Innere vor, und entdeckten den Tanganjikasee.
Dann, 3 Jahre später, findet derselbe Speke, unterstützt von Grant, den Victoria-Nyansa, und kann, nilabwärts zurückgekehrt, 1863 nach London melden: „The Nile is settled.“ In Gondokoro stießen die Forscher auf den englischen Elefantenjäger Sir Samuel Baker, der, um sie zu suchen, ausgezogen war.
Baker, sodann seinerseits weiter vordringend, entdeckt den Albert-Nyansa.
Derselbe Forscher, 6 Jahre später, eintretend in den Dienst des 9 Über diese völlige Unbekanntschaft mit der Feuerwaffe erzählt Ferdinand Werne — (Im Innern von Afrika, pag. 110) — folgenden charakteristischen Zug: „Die Schwarzen im Sudan, im Kampfe mit den Türken, schickten einst Spione aus, welche erforschen sollten die Stärke und Bewaffnung des Feindes. Lachend kamen dieselben zurück mit der Meldung, daß jene keine andere Waffen trügen, als blanke Stöcke über den Schultern, sonst weder Lanzen noch Schilde. Die Ärmsten mußten nur zu bald die furchtbare Wirkung dieser „blanken Stöcke“ an sich erfahren.
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