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Kaufpreis von 4 Millionen Pfund Sterling. Heute sind diese Papiere mehr

denn 27 Millionen Pfund Sterling wert. So ist England auf billige Art der

Hauptaktionär jenes Unternehmens geworden, welches unter seinem einst

so heftigen Widerstande, französische Intelligenz und ägyptische Arbeits-

kräfte schufen. Ein neuer Beweis, wie sehr das britische Volk die Kunst

versteht, mühelos zu ernten, was andere gesäet haben. Am Morgen des 14. Januar hatte ich behaglich meinen Thee auf der

Galerie des Hotel Bachet in Suez, mit dem Blick auf die Kanalmündung,

eingenommen. Der erwartete Dampfer der Kubattino - Linie „Washington“ war bereits in aller Frühe eingetroffen, und wollte abends seine Fahrt nach Massäua fortsetzen. Bereits in Kairo hatte ich durch Vermittelung des

Reisebureaus von Karl Stangen die Plätze für mich und meine beiden

Diener belegt, und dafür 17 Pfund Sterling entrichtet. Es dünkte mich

wie ein Spaziergang, nach der Dampferagentur in der eigentlichen Stadt

Suez nur so hinzugehen, um meine Fahrscheine dort bestätigen zu lassen.

Doch, ich sollte hier ganz unerwartet auf eine Kette von Schwierigkeiten

stoßen, welche bis 5 Uhr abends mich in Atem erhielten. Daß man auf der Agentur meinen Paß zu sehen verlangte, um darauf

das Visum des italienischen Konsulats setzen zu lassen, war ja eine Kleinig-

keit. Indessen man forderte auch Pässe für meine beiden arabischen Diener. Und solche besaß ich nicht. Denn auf dem deutschen Konsulate in Kairo, wo ich den Reisevertrag mit ihnen abgeschlossen, hatte man auf dieses

Erfordernis mich in keiner Weise aufmerksam gemacht. Nun stellte man

hier mir die Möglichkeit in Aussicht, daß ich entweder heute Abend ohne meine Diener abreisen, oder vier Wochen auf den nächsten, nach Massäua

bestimmten, Dampfer warten müßte. Beides bedeutete für mich so viel,

wie eine Vernichtung meines ganzen, von langer Hand her vorbereiteten

Reiseplanes.

Ich begab mich demnach, nicht ohne Sorge, zu dem deutschen Konsul, Herrn Kaufmann Meyer in Suez, um seinen Rat einzuholen, fand indessen

das gesamte Konsulat, bis auf die Haushälterin, verlassen. Herr Meyer,

der zugleich Agent des Norddeutschen Lloyd ist, befand sich mit seinem

ganzen Bureaupersonale auf der, gleichfalls diesen Morgen von Bombay an- gekommenen „Bayern“, und dieses Schiff lag weit ah, draußen auf der Reede.

Daß ich mit der Bahn, welche nur alle Stunden einmal von Suez

ausläuft, nach den Docks nun hinaus mußte, war ja selbstverständlich

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wie nun Plerrn Meyer, der mir von Person unbekannt war, dort ausfindig machen ?

Mir kam der gute Gedanke, mich in das Verwaltungsgebäude der

Kanalgesellschaft zu begehen, um hier Erkundigungen einzuziehen. Zwei

französisch sprechende junge Leute belehrten mich auf das artigste, daß

der Sohn des Herrn Meyer spätestens in einer Stunde auf dem Bureau

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