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Ort mit seinem gesuchten Brunnen. Das erste Tükl im Dorfe ist leer. Hassan hängt eine angezündete Laterne in ihm auf, untersucht den Erdboden auf seine Sauberkeit, breitet dann eine wollene Decke darüber, und ich schlafe, ausgestreckt, in Kleidern, bis 6 Uhr morgens. Meine Leute tränkten inzwischen die dürstenden Kamele und setzten sich draußen um das angezündete Feuer.
Mit der Sonne stehen die Neger in dem kleinen Dorfe auf, treten aus ihren Hütten und sehen erstaunt die inzwischen eingetrolfenen Fremden sich an. Hassan erhandelt von ihnen frische Ziegenmilch und Eier.
Letztere werden schnell gesotten, und ich frühstücke, stehend, an einem verglimmenden Kohlenhaufen.
Dann reiten wir weiter. Nun klettern auch sämtliche Treiber auf die Kamele, des langen Marsches müde. Nur meine Halanga bleiben zu Fuß. Nach Junkers Angabe sollen es nur drei Stunden sein von Wäd-Käbu bis Gadäref. Wir brauchten hei raschem Marschtempo volle sechs. Die hochsteigende Sonne erschlaffte Muskeln und Mut auf einer Straße, wo nichts uns einen Schatten zuwirft, als die Telegraphenstangen, welche mit entsetzlicher Eintönigkeit zur Linken hinlaufen. Sie nehmen sich in dieser Wildnis aus , wie ein frühreifer Gedanke. Das Ziel scheint sich von uns zu entfernen, statt sich zu nähern! Da, endlich, um 1 Uhr 13 Minuten des Mittags, unter vollem Sonnenbrände, reiten wir, zwischen den ersten Häusern hinziehend, in Gadäref ein.
Mit ganz geringem Aufenthalte haben wir, von Shagerab aus gerechnet, 106 Kilometer in einem Zuge zurückgelegt.