Facsimile · p. 31
Coleoptera A.
195 beschuppten Körnchen. Naht an der Spitze etwas wulstig, verbreitert und hell isabellfarbig beschuppt.
Beine hell, mit bräunlichen Nebelflecken, die besonders an den Hinterschenkeln (Fig. 3) hinter der Mitte und an der Wurzel der Hinterschienen deutlich sind. Beschuppung der Körperunterseite einfarbig schmutzigvfeiß, aus größeren, fast kreisrunden Schuppen bestehend, die nur auf den Hinterbrustepistemen durch eine Reihe entfernter, bräunlicher Schuppenpunkte unterbrochen wird. Schienen kürzer als die Schenkel, von denen die vorderen zwei Paare unterseits nur sehr undeutlich gezähnt sind, im Wurzeldrittel ihrer oberen Kante winkelig verbreitert, die hinteren (Textflg. 1 c) außerdem auch in der Mitte ihrer unteren Kante. Tarsen kurz gedrungen, ihr 2. Glied höchstens so lang wie breit, das 3. quer, zweilappig, das Klauenglied klein, nur wenig über das dritte herausragend.
Bradybibastes g. n.
Anthonominorum prope Bradyhatus Germ.
Antennae antemedianae, scapo oculi medium vix attingente, funiculo quadri-articulato, clava fusiformi. Scutellum distinctum. Elytra prothorace latiora, latitudine sesqui longiora. Femora subfusiformes inermia, tibiae rectae, apice unguiculatae. Tarsi articulo tertio anguste longeque bilobo, articulo ultimo articulis praecedentibus unitis fere aequilongo. Unguiculi simplici, basi onychio manifesto separati.
Diese Bradyhatus Germ, nahestehende neue Gattung erinnert habituell wegen ihrer kurzen, spärlich kraus behaarten Decken an Sphinctocraerus Mars.* 1876 (Aubaeus Desbr. 1872), zeigt aber den Kopf, nicht wie dieser hinter den Augen abgeschnürt, sondern von gewöhnlicher Bildung wie Bradyhatus, von dem sie sich außerdem durch die nur viergliedrige Fühlergeißel, die schwach verdickten unbewehrten Schenkel und die schlanken Tarsen, deren letztes Glied so lang wie die übrigen Glieder zusammen ist, unterscheidet. Sie ist auf die folgende, bisher einzige Art errichtet: Bradybibastes variabilis sp. n.
Obscure brunneus, subter fere niger, rostro in dimidia parte apicali, elytris lineolis (plerumque lineola antemediana in spatio secundo, altera, postmediana, obliqua, inter suturam et striam quartam) aut partim aut totis ferrugineis, setulis albidis, crispis, parce obsitis; rostro pr-othorace aequilongo, basin versus nonnihil angustato, parum arcuato, rüde seriato-punctato, in parte basali carinula dorsali manifesta; antennis fulvis, clava fusiformi, funicolo, quadriarticulato, aequilonga; prothorace longitudine una dimidiaque parte latiore, maxima latitudine prope basin, creberrime rudeque punctato, carinula mediana ante abbreviata; elytris prothorace latioribus, rüde deciens punctato-striatis, punctis oblongis, spatiis paulo angustioribus, sutura spatioque secundo subcostulatis; pedibus rufis, parce albidosubcrispo-pilosis.
Long. tot. 2-5-2-8, lat. 0-8— 1-3.
Hab. Kordofan (Dar Nuba): Dilling, 21.— 22. III. 1914, Prof. R. Ebner legit.
Mir liegt ein dem hier beschriebenen sehr ähnliches Tier, mit ebenfalls nur viergliedriger Fühlergeißel von der Kapkolonie vor, das ich Herrn Guy A. K. Marshall verdanke und das dieser als Phacellopherus rutuhis Fährs. bestimmt hat. Da sowohl Schönherr als Lacordaire die Fühlergeißel dieser Gattung als sechsgliedrig angeben, so kann ich mir diesen Widerspruch nicht erklären. Fähraeus' Beschreibung (Öfvers. Vetensk. Akad. Forhandl. Stockholm 1871, p. 247) der einzigen Art, rutuhis Fährs., der Gattung läßt sich bis auf die »antennae medium thoracis attingentes«, die bei meinem Stück knapp den Thoraxvorderrand erreichen, mit diesem sonst gut in Einklang bringen, über die Gliederzahl der Geißel sagt der Autor nichts. Sollte die Bestimmung des mir als gewissenhaften Arbeiter bekannten Herrn G. A. K. Mars hall, trotzdem zutreffend und möglicherweise auf direkten Vergleich mit dem Typus erfolgt sein, so würde Bradyhihastes mit Phacellopterus, dessen Gattungscharakteristik aber dann zu korrigieren wäre,- zusammenfallen; artlich ist aber das kordofanische Tier von dem aus dem Kapland verschieden und schon oberflächlich durch die kürzeren breiteren Decken und deren kürzere, keine Büschel bildende, aus geraden Borsten bestehende Behaarung, so wie durch 1 L'Abeille, 1876, p. 386 und Ann. de France 1887, p. 202.
- Auch die von Lacordaire für sie angegebene Bildung der Klauen (appendicules !) ist unzutreffend.