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196 R. Ebner, die schlankeren Tarsen zu unterscheiden. Die Färbung ist bei einzelnen Stücken beider Arten außerordentlich ähnlich, unterseits schwärzlich, oberseits dunkelbraun bis schwärzlich, auf den Decken mit rostroter Strichmakel, vor der Mitte auf dem 2. Spatium und ebensolcher, aber schräg quer zur Naht gestellter und gleichgefärbtem Spitzenteil, hinter der Mitte. Häufig aber drängt die rostrote mehr oder weniger die schwarze Deckenfärbung zurück, so daß die Decken bald nur im vorderen Drittel, bald ganz rostgelb oder rostrot erscheinen; nicht zwei Stücke der neuen Art sind darin ganz gleich. Der Rüssel weist in der Basalhälfte einen deutlichen Dorsalkiel auf. Der Schaft der bräunlichgelben Fühler erreicht kaum die Augenmitte, die Geißel mit der Keule ist etwas länger wie der Schaft (bei dem von G. A. K. Marshall bestimmten Phacellopterus nitiihis Fährs. deutlich kürzer), die Stirn ist entlang der Augenränder nur mit kurzen weißlichen Börstchen sparsam besetzt, die Augen sind flach. Halsschild ungefähr um ein Drittel breiter als lang, mit der größten Breite nahe der Wurzel, ganz dicht und sehr grob punktiert, in der Wurzelhalfle mit glatter Mittelleiste, jeder Punkt mit feinem, gebogenen weißlichen, oder gelblichen Haar. Schildchen gewölbt, rundlich (bei starker Vergrößerung sich stumpf konisch erweisend). Flügeldecken kräftig punktiert gestreift; die Punkte etwas länger als breit, kaum um den halben Längsdurchmesser voneinander entfernt, Naht, 2. und 4. Spatium (zwischen dem 2. und 3. und 4. und 5. Streifen) erhaben, ersteres mindestens vor der Mitte mit rostroten Längsstreifen, häufig die ganze Wurzelhälfte rostrot und meist gelblich behaart, letztere an der Wurzel deutlicher weißlich behaart; ist der, ungefähr bis zum 4. Streifen reichende, rostrote Schrägstreifen dicht hinter der Deckenmitte deuÜich, dann bildet er mit der rötlichen Naht eine pfeilförmige Figur. Spitzenteil der Decken in der Regel gelboder rostrot. Beine, wie die Deckenspatien, spärlich mit gekrümmten weißen Haaren besetzt. Tarsen so lang wie die geraden Schienen, ihr Klauenglied so lang wie die drei vorhergehenden längs der Mittellinie, das 3. Glied schmal und lang zweilappig, der Lappen mindestens doppelt so breit wie lang. Klauen einfach, Onychium groß von halber Klauenlänge.
Camptorrhinus hoplocnemis sp. n. (Textfig. 2 pes posticus dexter).
Fuscus, subter subrosaceo-griseo-, supra partim griseo-, elytris in triente parte mediana annulisque in tibiis et in femoribus posticis nigro-, scutello maculaque subapicali transversa, albo-squamosis, praeterea prothorace squamulis setiformibus suberectis, nigricantibus, elytris in triente apicali paucis albidis, seriatis, obsitis; rostro ferrugineo, glabro, maris in parte basali sat dense subseriatopunctato ; antennis ferrugineis, clava funiculi articulis sex praecedentibus unitis aequilonga; prothorace latitudine distincte longiore, creberrime rudeque punctato (disco haud carinulato) parce, in margine antico crebrius, squamulis nigris, erectis, obsito, lateribus basin apicemque versus attenuatis ; elytris striis punctis oblongis, squamula albida expletis, spatiis angustis, alternatis, praesertim ad basin convexioribus, squamulis plerumque nigris, triente apicali praeterea albidis remote seriatis; femoribus posticis compressis, basin versus vix attenuatis, tibiis posticis curvatis, nigro-, in triente apicali albido-squamosis, margine interno post medium dente acuto armatis.
Long. 5"5 bis 6-5 mm.
Hab. Nilus Albus, prope Tonga, inter Lull et Kodok, Kaka et Renk, in navi vapore ad lucernam 17.— 19. IV. 1914 legit Prof. R. Ebner. Von dieser, auch in Südeuropa durch zwei Arten vertretenen Cryptorrhynchiden-Gattung sind bisher 18 Arten von der aethiopischen Region, davon 6 aus Madagaskar, 20 aus der orientalischen und 4 aus der australischen Region beschrieben worden. Der im Catalogus Coleopterorum VIII, 1871 p. 2553 von Gemminger und Harold angeführte tuhulatus Lag. ist dabei, weil nicht zu dieser Gattung, sondern zu Stethobaris Le Conte (1876) gehörend, ebenso wie asperatus Fairm. (Ann.
Belg. 1897, p. 173), weil ein Megamartus, nicht mit inbegriffen. In den Sammlungen ist noch eine große Zahl unbeschriebener Arten vorhanden, während einige der beschriebenen vielleicht als Synonyme oder, weil in andere Gattungen gehörend, ausscheiden dürften. Eine der verbreitetsten Arten ist dorsalis Boisd., ihre Verbreitung reicht einerseits von den Molukken und Tenasserim, anderseits bis über die Philippinen, Aruinseln und Neu-Guinea nach Australien.
1 Vergl. Bestimmungstabellen der europ. Coleopteren, XXXV. Heft, Paskau 1896, Cryptorrhynchiden von Paul Meyer, p. 13.