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Dritter Theil. Wissenschaftliche Resultate. 31 entschieden zu trüben und wurde ganz roth. Diese Farbe wird dem Tumât und den Hör von Qamâmil zugeschrieben, welche die rothe, die Goldsandlager begleitende Erde fort schwemmen. — Bei Sennar machte sich das Steigen um diese Zeit auch schon bemerklich, die rothe Farbe des Wassers ist aber noch nicht so weit vorgedrungen. Das Steigen setzt sich rasch fort und überschwemmt die Me lonengärten bei Sennar, aber erst am 9. Juni wird auch dort der Fluss roth. — Der Rabat und der Dinder sind kurz vor Eintritt des Harif’s in ihren Mündungen trocken, besitzen aber weiter hinauf stets ausgedehnte Wasserflächen und es besteht immer ein Fortströmen des Wassers unter dem Sand. Sie beginnen gleichzeitig mit dem Bahr-el-azraq zu steigen. Mitte Juni führen sie diesem schon bedeutende Wasser mengen von derselben rothen Farbe zu und Barken können in die Mündungen einlaufen.
In den Monaten Juli bis Dezember 1863 und Januar 1864 hat de Pruyssenaere in Hartüm und dem benach barten Qalaqla ziemlich regelmässig Temperatur und Luft druck beobachtet; leider sind aber die Originalzahlen nicht mehr vorhanden und die von ihm berechneten Zahlen nur unvollständig. Nur von den 6 ersten Tagen des Januar 1864 sind die Original-Zahlen erhalten, so dass sich der Luftdruck und die zugehörige Temperatur angeben lässt. Da der mittlere Luftdruck im Januar als Ergänzung zu Russegger’s Beobachtungen in späteren Monaten erwünscht Reduction (Sitzungsber. d. Wiener Akad., Math.-naturw. KL, Bd. 41, S. 383) geben die Russegger’schen Beobachtungen für Hartum hier in Millimeter übersetzt: ist, so folgen hier die betreffenden Angaben: Datum Maxim. Temp. Min. Temp. Januar 2 725.7 21.0 724.2 26.2 3 725.6 22.5 725.0 29.2 4 725.3 22.5 724.5 30.0 5 726.6 25.3 — — 6 — — 724.2 29.3, woraus sich als Mitteldruck 725.1 ergiebt. Nach KreiPs März 15—25 724.32 April 12—30 721.41 Juni 25—30 723.31 Juli 724.01 August 723.33 September 723.65, in deren Reihe die oben gefundene Zahl ganz wohl hinein passt, da im Januar ein Druckmaximum eintreten wird, wie die Analogie mit Musawwa ergiebt (s. Rüppel’s Reise in Abessinien, II, S. 435) und wie es auch die (zur Kenntniss des absoluten Luftdrucks unbrauchbaren) Angaben von Peney für Hartüm erkennen lassen ( s. Bulletin de la Soc. de géogr. de Paris, 4me sër., XX, p. 284).
Am 8. Februar 1864 trat de Pruyssenaere wieder eine Reise längs dem Blauen Flusse an und las in diesem Monat 19mal das Minimum und 15mal das Maximum der Tem peratur ab und erhielt daraus für das Nil-Ufer zwischen 12° und 15 У2 ° folgende Resultate : Februarmittel der Temperatur: Minima: Mittl. = 17.5; Niederst. = 10 ; Höchst. = 24 Maxima: „ =29.6; „ =23; „ = 32.5 Amplitude: „ = ll.o; „ =6; „ = 12.3 Monatsmittel = 23.3.
Im März und April machte der Reisende in Karkög oder dessen unmittelbarer Nachbarschaft wieder zahlreichere Beob achtungen, die in der nachfolgenden Tabelle enthalten sind. Die Absicht war, wie die Temperaturextreme, so auch die Druckextreme zu beobachten, um in deren Mittel einen an genäherten mittleren Tagesdruck zu erhalten. Da das Ba rometerminimum fast regelmässig mit dem Temperatur maximum zusammenfällt, so genügte zu dem angegebenen Zweck eine tägliche 3malige Ablesung der meteorologischen Instrumente: 1) um Sonnenaufgang, 2) um etwa 10 oder 10 */ 2 Uhr (Zeit des Druckmaximums) und 3) um etwa 3 */ 2 Uhr Nachmittags. Diesem Schema suchen alle ferneren Beobachtungen gerecht zu werden.
Tabelle VII.
Meteorologische Beobachtungen zu Karkög, März und April 1864.
März Stunde Therm. Barom.
1 2 3 4 5 6 3‘/, 6 зу2 6 зу.
12.5 32.5 16 33 18.5 35 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 23 18 22 ЗУ, 18 23 ' І'/з 4 18 18 ЗУ, 18 ЗУ, 21 У, 23 4 18 22 4 18 22'/, 18 21 У, 23 зѵ2 22 4 18 22 22 У, 18 ЗУ, 18 22'/, ЗУ, 18 8’/, 18 21 У, 18 22 20 29.5 36 16.3 30.5 33 35 14 15.5 35 15 35 32.5 34.5 36.0 21.5 34 37 22 33.5 20 29.5 33.5 35.3 29.5 34.fr 15.5 29.8 33.4 20.6 35.3 20.5 31.7 36 19.3 36.3 19.5 32.5 20 33.7 — Märzmittel der Temperatur: — Minima: Mittleres=18.0; Niedrigstes=12.5; — Höchstes = 21.5. — Maxima: Mittleres=35.7; Niedrigstes=32.6 ; — Höchstes = 40.5. — Amplitude: Mittlere = 16.8; Niedr. = 15.3; Höchste = 22.5.
Monatsmittel = 26.9.
722.0 Starker NO.-Wind; klar. 20.1 Leichter N.-Wind; klar. 19.7 Stille, klar. 21.9 Frischer NO., klar. 21.8 desgl. 20.3 Starker N., klar. 16 8? Leichter NO., klar.
720.6 Frischer NO., einige Cirrus. 21.6 Leichter NO., neblig, Cirrostratus. 19.6 Stille, mehr oder wen. wolkig, Cirrostratus. — Nachts mehr od. wen. wolkig u. neblig, früh einige Wolken. 21.3 Leichter NO.; Cirrostratus, neblig. 19.3 desgl. leichte Cirrus. 16.7? Frischer N., fast klar. 21.0 Leichter NO., neblig. — Nacht wolkig, Cirrostratus. 20.9 Frischer NNO., ziemlich viel Cirrocumulus. 21.6 desgl. 19.8 NNO., Nebel, Cirrostratus. 21.3 NO., neblig. 19.5 Leichter N., bedeckt. 16.6? Leichte N.-Brise, Cirrus. 20.8 Frischer NNO., Cirrostratus. 21.2 In der Frühe Ostwind, dann veränderlich. Abends West; mehr od. wen. bedeckt. 17.7 Gewitter mit Blitz und Donner in S.; WindN. 19.3 Frischer N., klar. — Leichter NNO., fast klar. 21.7 Leichter N., fast klar. 19.3 Heftiger NW., der die Nacht hindurch dauert. — Heft. Windet, aus 0. bis NW., leichte Cirrus. 18.7 Starker N., Himmel durch Cirrus verschleiert.
20.8 Frischer NO.; klar. — Stille; klar. 20.4 Heftiger NNO.; klar.