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22 Zweiter Theil. Reisen und Aufnahmen im Gebiete des Blauen Nil.
fläche geschmolzen gewesen sein muss, und sich mit einer rostfarbenen Grenze gegen den anderen abhebt.
2 L. oder wenig weiter nördlich von Ó. Auli sehen wir ihn in S. 10° W. der Bussole; der Fluss scheint N. 5° 0. zu gehen. Bis zur Höhe von Segr-noqara hat man Auli fast stets im Süden der Bussole; dann kommt man allmählich weiter westlich, bis man sich in der geraden Linie von Ó. Auli zu dem Baume nahe der Höhe von Ommdermän befindet.
Am Abend des 19. Juli traf ich in Hartum ein.
VI. Von Hartüm gegen Rosaires. 1864. Montag den >. Februar reisten wir um Magreb von Hartüm ab und übernachteten an der Meàra»t-el-hegêirât.
Den 9. Februar wurde um 10 Uhr aufgebrochen, am Sebil (Brunnen) Qasm-es-sid Mittagsrast gehalten und in óedìd übernachtet.
Am 10. Februar mit Sonnenaufgang aufbrechend, raste ten wir etwas im Schatten wenig nördlich von Et-tih bei einer stark salpeterhaltigen Quelle, die während des Hoch wassers überdeckt ist. Mittag wurde in Omm-dojaima ge macht und das Nachtlager in Wadi-turab bei einigen Faqîh, wo wir Nichts erhalten können, dagegen die ganze Nacht durch Lärm gestört werden.
Donnerstag den 11. Februar bemerkte ich Urostigma auf dem östlichen Flussufer, sowie Absynth und Sekahit am Wege; Somra ist bis Kamlin gemein. Wir machen Mittag in Kamlin Weiter oberhalb treten Serba auf. Die Philipoea, die als Parasiten auf den Sodada (Tundub) vorkommen, stehen in Blüthe wie diese Letzteren, desgleichen der Cissus quadrangularis. Im Schlamme der Hör sind Lepidosiren häufig. Äusser Reihern sind wenige Vögel auf dem Flusse. Ich sah Vanellus pileatus, Falco tinnunculus und polyzonus, Telephonus erythropterus, Saxicola oenanthe, Circus pallidus, den gemeinen und den rothen Sperling, Kraniche, Jungfern, Balearica, Anas capensis, Turtur aegyptiacus, risorius, lugeus; Corvus collaris. Von Vierfüsslern Sahara uud grosse Haus ratten. Wir übernachten in Abu-’l-»uśar.
Freitag den 12. Februar blieben wir über Mittag in Wold-abu-furü», 1 */ 2 L. weiter passiren wir gegenüber von Rufaj vorbei. Die Kameele, die um 2’/2 Uhr von Furti» aufgebrochen sind, kommen um 6’/2 Uhr iu Hellet-woledel-»abîd an.
Sametag den 13. Februar. Um 63/4 Uhr aufbrechend, erreichen wir um 9*/ 4 Uhr Fadasi. Kurz vorher trat der Laöd auf. Auf halbem Weg kreuzt man die vom Flusse nach Mesalamia führende Strasse und sieht dieses Dorf mit seinem Minaret. Die Kameele kommen um 11 Uhr 20 M. an und gehen um 1 Uhr von Fadasi weiter. Um 4 Uhr kommen wir unterhalb des Dorfes Woled-el-denqawi bei der Fähre an, die uns nach einem schönen Gehölz übersetzt, durch welches wir Beni und bald Abu-haras erreichen. Schon vor Abu-haras hatten wir Dolöb-Palmen getroffen, um den Ort selbst giebt es Häsab und Talha-Wälder. Es finden sich Asclepias laniflora, Heliotropium pallens in Blüthe, Sola num coagulans, Pedalium Cailliaud’s, Crozophora plicata, Aristolochia Kotschyi, eine Ipomaea. Die Fauna weist auf: die gelbe und die graue Bachstelze, Pelikane, Flamingo, Alcedo rudis und semicaerulea, Columba chalcospilos, den schwarzen Sperling, einen Toccus mit schwarzem Schnabel, schwarze Ibis, Lamprotornis mit schwarzem Bauch, Bengali, Toccus mit schwarzem Schnabel, Mycteria; Cynocephalen, Löwen, Hyänen, eine wilde Katze, Stachelschwein, ein Igel ohne weiss; Krokodile.
Der Bahar hat seine Mündung 1800 m oberhalb Abuharas. Die Uier des Flusses, die ebenso wie die Ebene Producte moderner Anschwemmung sind, gehen von den obersten zu den tiefsten Schichten fortschreitend in Fels über, indem sie durch ein kalkig-kieseliges Mittel verbunden werden. Fast überall sind sie voller Löcher, die ihnen manchmal ein schwammiges Aussehen verleihen, und überdiess in allen Richtungen durchzogen von Adern mehr oder weniger elliptischen Querschnitts, kieseiig, schwer und von ziemlich glattem Bruch, die manchmal Schenkeldicke er reichen. Das in seiner Bildung sehr einförmige Gestein bietet einen verschiedenen Anblick, je nachdem es mehr oder wenig« r Geschiebe, Kiesel und Trümmer anderer Ge steine, Austern oder Etherienbänke enthält. — Man sieht angebaut: Baumwolle,Tabak, Wassermelonen, andere Melonen, Flaschenkürbisse, Ricinus, Lubia (Dolichos nilotica oder Lubia) und Kuzbara (Fenchel); Markt ist Sonntags und noch an einem zweiten Tage.
Nach 2 У2tägigem Aufenthalt beim Dr. Ori in Abuharäs reisten wir Dienetag den 16. Februar um 10’/4 Uhr weiter. Die ganze Nacht hindurch hatte es fein geregnet, den Morgen ebenfalls, der Himmel ist vollständig bedeckt, der Wind sehr veränderlich. Wir passiren Tumât, Korduqöli und erreichen um 3 Uhr Habarka; die Kameele erst um 5 */ 2 Uhr. Der Ort liegt ’/2 L. vom Nil und nicht viel weiter vom Rabat, an dem wir Qasbia zur Linken gelassen haben.
Die bemerkenswerthesten Pflanzen, die in den nächsten Tagen von hier bis in die Gegend von Sennär gefunden wurden, sind: Cyperus rotundus und ein anderer 2 Fuss hoher Cyperus mit verästelten Ähren, Euphorbia hypericifolia; Irak, Ceiosia argentea, Digéra, grosse Tamarisken bei Habarka, ziemlich viel Hasab am Dinder, Quddäm, essbare Kürbisse, Abesina. — Die« Fauna bot: Lamprotornis Eytoni und einen Lamprotornis mit rothem Bauch, M. Gabar, Vul tur occipitalis, Crateropus acaciae, Grasmücken, den Adler, den ich auch zu Sêrû geschossen, Haliaetos vocifer, Corvus collaris, Promerops, Lauius personatus, Cynocephalen, den Sabaeus-Affen, Rhinoceros, Antilope dama.
Mittwoch den 11. Februar brechen wir um 63/4 Uhr auf und durchreiten 3 Dörfer, von denen das zweite Dennober (Tan-nuba?) heisst, und gelangen zu einem Marktplatz bei einigen Hütten Namens Woled-el-»u£ail. Man gewahrt bald die Ufer des Dinder, welche durch grosse Tamarinden gekennzeichnet sind und am Abend erreichen wir diesen Strom bei einem Lager der Araber Abu - Sin. Das Land ist mit niedrigem Gehölz bedeckt, wodurch sich Fusspfade winden. Viel hübsche Vögel. Der Fluss ist von schönen Bäumen eingeschlossen ; die Ufer steil, die wasserlosen Stellen des Bettes grün (von Cyperus rotundus). Affen kommen zur Tränke, Jabirus, schwarze Ibisse, ungeheuere Schaar« n von Turteltauben. Die Araber bringen uns frische und saure Milch, »Asida, Melai}, Rubb und Durra für die Kameele. Am Morgen begleitet uns Einer.
Donneretag den 18. Februar. Wir brechen um 63/4 Uhr auf und überschreiten nach 3/4 L. durch hübschen Wald