Sudan Archive

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72 Nachdem so das Land unterworfen war, baute der Major eine befestigte Station fur die Garnison; Cheria, Asanga’s Bruder, sagte deshalb zu diesem: »Wie eilig sie es haben, eine Festung zu bauen! Bilden sie sich vielleicht ein, hier lange bleiben zu wollen ?« Ein Chutarije, der die Landessprache verstand, hórte diese Worte, die eine bevorstehende Gefahr verrieten und bericlitete sie sofort an Hauasch. Dieser war seitdem auf seiner Hut und richtete in unauffalliger Weise einen sehr strengen Wachtdienst ein. Um Mitternacht begab sich Mambanga heimlich in die Hiitte von Hauasch und teilte ihm mit, dass gegen ihn und seine Verbiindeten ein Complot ins Werk gesetzt sei. Auf dem Wege, den er auf dem Riickmarsche einzuschlagen łiabe, lagen auf Asanga’s Befehl 4000 Mann im Hinterhalt, um ihn anzugreifen. Hauasch hatte seinen Abmarsch auf den folgenden Tag festgesetzt, heuchelte nun aber ein starkes Unwohlsein und verschob den Aufbruch. Er lud Asanga und seinen Bruder zum Essen ein; ais sie in die Hiitte traten, stiirzten auf ein Zeichen von Hauasch sechs Chutarije herein und fesselten die Verrater. Asanga und sein Bruder hatten keine Zeit, eine Bewegung zu machen oder auch nur einen Laut auszustossen, da sie im Nu bei der Kehle gepackt waren. Jetzt feuerte Hauasch einen Schuss in die Luft ab; dies war das Zeichen fur seine Leute, Asanga’s Krieger anzugreifen, unter denen nun ein schreckliches Blutbad angerichtet wurde.

Nach diesem Streich liess Hauasch in dem Lande eine kleine Garnison zuriick und fiihrte Asanga und seinen Bruder gefangen mit sich, nachdem er die Herrschaft iiber Majaggó Mambanga iibertragen hatte. Ais er in Tangasi erschien, war Capitan Casati aufs hdchste erfreut, Asanga gefangen zu sehen, der ihn, ais er auf seiner Reise nach Majaggó gekommcn war, aufs schmahlichste behandelt hatte.1) *) cf. Casati I, 173.

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