Sudan Archive

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68 in Unordnung nach der unheilvollen Stelle, in dem Glauben, Beute machen zu kónnen. Ais sie im Bereich der Soldaten waren, gab Hauasch einen Schuss ab; sofort wurden die Feinde yon allen Seiten umringt und eine grosse Zahl niedergemacht. Man fand 382 Tote auf dem Platze1). Mambanga sammelte seine Leute und zog sich erschreckt nach Abramo zuriick; die Hauptlinge, die ihm bisher gefolgt waren, verliessen ihn mit ihren Leuten und unterwarfen sich einer nach dem andern der Regierung, indem sie mit dem Major Hauasch den Blutbund schlossen. Um diese Zeit empfing letzterer die Nachricht, dass Dr. Junker bei den Madi gefangen sei. Er liess ihn sofort nach Mambettu holen.* 2) 23 Monate spater war Mambanga ein Fiirst ohne Reich und Unterthanen und Gefangener seines Onkels, des Ftirsten Asanga, Sohn des Nabimbari, im Lande Majaggó. Da liess er durch seinen Bruder Jodó Hauasch sagen: »Die Braut, der du zwei Jahre nachgelaufen bist, ist von Azanga gefangen. Wenn du mutig bist, komm sie zu retten,« was heissen sollte: »Zwei Jahre hast du mich bekriegt, um mich zu unterwerfen; jetzt rette mich von meinem Onkel Asanga und ich werde mich ergeben«; gleichzeitig schickte er ihm seine gebrochene Lanze, was ais der heiligste Eid bei ihnen gilt. Major Hauasch ergriff die Gelegenheit, das Gebiet der Regierung weiter auszudehnen und versprach Mambanga seine Hiilfe.

Zu diesem Behuf berief er die verschiedenen unterworfenen Fiirsten zusammen und teilte ihnen sein Verlangen, Asanga mit Krieg zu iiberziehen, mit. Alle diese Hauptlinge bildeten mit ihren Leuten ein ganz respektables Heer von mehreren tausend Mann; sie waren bereit aufzubrechen, ais ein Gesandter von Asanga kam. Dieser hatte von den Riistungen Hauasch’s gehórt und wollte ihm zuvorkommen, indem er seine Verbtindeten von ihm abtriinnig zu machen versuchte. Wenn ein Gesandter ankommt, ist es Sitte, alle Einwohner des Ortes mit einer Art Vergl. Junker, Reisen II, 490 ff. B. M. 2) Ibid. S. 470.

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