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K A P IT E L VI.
Mambettu mit der Aequatorialprovinz vereinigt. Niedermetzlung der Garnison in Mambettu 1881. Hauasch. Der Blutbund. Repressalien von Hauasch. Der Fiirst Mambanga. Mambanga gefangen. Krieg gegen den Fiirsten Asanga von Majaggó. Hinterhalt. Asanga gefangen.
Bis zum Juli 1881 hatte das Mambettuland zu der Provinz Bahr el ghasal gehórt. Dann wurde es, ebenso wie Ról, davon getrennt und mit der Aequatorialprovinz vereinigt, von der es weniger weit entfernt lag.
Im April 1881 erhielt der Major Hauasch Efendi Montassar, der Oberbefehlshaber der Truppen in Makraka, den Auftrag, die Verwaltung des Bezirkes Gurguru zu iibernehmen, der gleichfalls von Bahr el ghasal abgetrennt und Aequatoria unterstellt wurde. Nur mit 45 Mann brach er auf, um sich mit den Chutarije zu vereinigen, die in Gurguru garnisonierten. In dem Dorfe Anzia, der letzten Station von Makraka, fand er den erkrankten Kapitan Casati1), pflegte ihn den ganzen Tag und zog am nachsten Tage nach Birindji Soghaijar, der ersten Station von Gurguru, wo er erfuhr, dass die Eingeborenen soeben die Chutarije- Garnison von 80 Mann niedergemetzelt hatten. Ohne sich von dieser Nachricht ausser Fassung bringen zu lassen, schrieb Hauasch an Emin: »Die Garnison von Gurguru ist niedergemetzelt worden; ich gehe dorthin, um die Neger fur ihre Erhebung zu ziichtigen; wenn ich diese Unternehmung iiberlebe, werde ich Ihnen das Resultat mitteilen«. Von Birindji Ssoghaijar begab er sich nach dem Dorfe Tawil, wo er mit dem Chef den Blutaustausch vollzog und nach ’) Vgl. Casati, 10 Jahre in Aequatoria. Bd. I, 223 ff.