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59 das von dieser Demonstration nichts versteht, briillt dann noch starker.
Die Schlange ist der Gegenstand eines weniger larmenden Cultus. In jedem Hause befindet sich eine ungeheure zahme Schlange, die das Zischen ihres Herrn kennt und auf diesen Ruf hervorkommt, um Milch aus einer Tasse zu trinken. Die Schlange ist durchaus harmlos und spielt die Rolle eines treuen Wachters des Hauses, wie bei uns in Europa die Hunde.
Die ausgedehnten und verschiedenen Anpflanzungen, die ungeheuren Rinderheerden und die grosse Produktion von Elfenbein machen den Bezirk von Ról zu einem der wichtigsten des ganzen Aequatorialgebietes. Nach seiner Bodengestalt bildet Ról eine weite Ebene, die von einer grossen Zahl von Bachen mit reichem und gutem Wasser durchschnitten wird. Die Eingeborenen beschaftigen sich darauf mit Landbau, Viehzucht und Elefantenjagd. Wenn man auch in den Urwaldern von Ról zahlreiche Leoparden trifft, so unternehmen sie doch nur sehr selten Einfalle in die bewohnten Gegenden. Andere wilde Tiere trifft man in Ról kaum an. Die hauptsachlichsten Militarstationen des Bezirks sind: Schambe, Rumbek, der Hauptort Ajak, Bufi, Ssajadin, Lessi, Affard und El Gók Muchtar.
Der neunte Bezirk ist Makraka und umfasst den ganzen Raum siidlich von Ról bis zum Bezirk Gurguru, der gewóhnlich unter dem Namen Mambettu bekannt ist. Der Hauptort ist die Stadt Kabajendi. Makrakaland ist sehr gebirgig und ausserordentlich wasserreich. Die Bevólkerung tragt den Namen des Landes und teilt sich in eine Menge kleiner Stamme, die manche Verschiedenheiten unter einander zeigen; ich nenne die folgenden: Moru-Miza, Moru-Kadderu, Mondu-Mondu, Abaka, Abu Kaja, Mondari, Fadjellu, Kakuak, Kallika, Ligi, Dongo, Abaja, Ugongo und Mondu.
Die Makraka im allgemeinen befassen sich fast ausschliesslich mit dem Ackerbau. Sie besitzen wenige Heerden und haben wenig Neigung zur Jagd. Fiir ihre Nahrung brauchen sie sehr