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54 Rolle der Vorsehung spielen. Ich werde auf das Gebiet von Fowera und seine Bewohner weiter unten ausfiihrlicher zuriickkommen.
Der sechste Bezirk ist Latuka, iiber den ich gelegentlich meiner Inspektionsreise mit Emin Bey schon des weiteren gesprochen habe. Hier mag es genugen hinzuzufiigen, dass Latuka sicher und in jeder Beziehung das Paradies von Afrika ist. Der Boden ist zwar gleichfalls vorwiegend gebirgig, jedoch fast iiberall mit einer prachtigen Vegetation bedeckt. Die bedeutendsten, zu Latuka gehórigen Militarstationen sind: Okello, Tarangole, Obure und Obbo.
Der siebente Bezirk ist Fadibek, zwischen Latuka und Fowera. Das Land ist gebirgig, die Einwohner sind Schuli, die Produkte sa ziemlich dieselben, wie in den anderen Gegenden. Es ware hieriiber weiter nichts zu sagen, nur der Hauptling der Schuli, ein gewisser Agoy, verdient eine besondere Erwahnung. Obwohl von derselben Rasse, ist er unstreitig der civilisierteste Schwarze in ganz Central-Afrika; sowohl durch seine hóflichen, fast gebildeten Manieren, wie durch seine saubere und, spasshaft genug, europaische Kleidung unterscheidet er sich durchaus von den anderen Negerhauptlingen. Der Bezirk Fadibek wie das ganze Land ostlich vom Strome von Latuka bis Manganga ist von den Schuli bewohnt, einer Vólkerschaft, die sich sowohl durch ihren Mut im Kriege und auf der Jagd, wie durch ihre Neigung zum Ackerbau auszeichnet. Der Schuli hat ziemlich helle Farbę und tragt ais Kleidung nur das Feli eines Schafes oder eines wilden Tieres und zwar bald iiber den Schultern, bald unter dem Arme oder urn die Hiiften. Mit Vorliebe beackert der Schuli den Boden, der seinen Fleiss mit so reichem Ertrage belohnt, wie ihn keine andere Vólkerschaft erzielt. Bisweilen ist die Ernte so reich, dass sie in den Speichern verfault und er sie wegwerfen muss. Seine Sitten sind freier, ais bei den anderen; in dieser Beziehung ist er das Gegenteil vom Dinka. Wenn er sich auch sehr eifrig mit Ackerbau abgiebt, so verschmaht er doch die