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47 sondern haufig fiigt man je nach den verabredeten Bedingungen noch eine Anzahl Lanzen und Pfeile hinzu.
Die Art und Weise, wie die Bari und andere Negervolker zahlen, ist sehr eigentiimlich. Sie fangen mit i, 2, 3 an bis 10. Dann fangen sie von vorn an und zahlen 1 und 10, 2 und 10 u. s. w. bis 2 Zehner, dann 1 und 2 Zelmer, 2 und 2 Zehner, 3 und 2 Zehner bis 3 Zehner und so fort bis zur Zahl 100, die fur sie 10 Zehner und der Gipfel ihrer Rechenkunst ist. Will man iiber 100 gehen, so nimmt man seine Zuflucht zu einem Strohbiindel, das 100 Halme enthalt und nach Bedurfnis verdoppelt oder verdreifacht wird.
Die Bari sind Fetischanbeter; sie schneiden in einen Baumstumpf die ziemlich rohe Figur eines Manner- oder Frauenkopfes, die ihren Gott Kudjur vorstellen soli. Diese Gótzenbilder werden in den Hiitten, bisweilen auch mitten in den Feldern, dann aber mit einem Schutzdach gegen die Sonne versehen, aufgestellt. Die Anbetung geschieht einfach in der Weise, dass von Zeit zu Zeit etwas Merissa vor den Fiissen des Fetisch ausgegossen wird. Ausserdem stehen gewisse Tiere, der Stier und besonders der Bock, bei den!Bari in aberglaubischer Verehrung. Wenn man die Sitten der schwarzen Rasse hinsichtlich ilires Verhaltnisses zu dem Stier genauer ansieht, so kann man unschwer in mehr oder minder deutlicher Weise herausfinden, dass es einfach der Apis der alten Aegypter ist, den sie verehren. Wenn die Erntevorrate zu Ende sind, lebt der Bari haufig wie sein Fetisch, der Kudjur, von Merissa oder Tamarindensyrup und den sparlichen wilden Friichten des Urwaldes. Der Bari ist trage, gelit wenig auf die Jagd und verlasst seine Htitte erst ziemlich spat am Morgen wie ein holier Herr. Wenn er seine Ernte eingebracht hat, bezahlt er den Tribut an die Regierung und verzehrt den Rest in kurzer Zeit, in 2 oder 3 Monaten; wenn er nichts mehr hat, verschafft er sich seine Nahrung durch etwas Fischfang oder Jagd und Einsammeln wilder Friichte. Der Bari ist, wie die meisten Neger, kein sehr starker Esser; sein Magen tyrannisiert