Facsimile · p. 59
39 sich um ihren Chef Ssoliman Sober schaarten und der Regierung einen verzweifelten Widerstand entgegensetzten, der łange Zeit dauerte.
Auf Baker folgte 1877 der Oberst Gordon mit dem Titel eines Gouverneurs der Aequatorialprovinz. Er schlug seinen Sitz in Lado statt in Gondókoro auf und errichtete zahlreiche befestigte Stationen. Nach Gordon wurde Ibrahim Bey Fausi berufen, die Provinz zu verwalten. Da er aber beschuldigt wurde, selbst Sklavenhandel betrieben zu haben, wurde er von Gordon Pascha, der nun Generalgouverneur des Ssudan geworden war, wieder abberufen. Gordon war in Verlegenheit um die Wahl seines Nachfolgers; Dr. Junker, der sich damals gerade bei ihm befand, nannte den Namen des damaligen Arztes der Provinz, Emin Efendi. Der Name schien Gordon zu missfallen, und auf Junker’s Vorstellungen antwortete er: »Wer ist dieser Emin Efendi? Wie heisst er eigentlich? Er móge seinen wahren Namen nennen und zu seiner ursprunglichen Religion zuriickkehren, dann werde ich ihn sofort zum Pascha machen und ihm das Gouvernement der Aequatorialprovinz iibertragen. Aber so lange er seinen gegenwartigen Namen ibeibehalt, werde ich nichts fur ihn thun«. Jedoch schon am nachsten Tage entschloss er sich, empórt tiber Fausi’s Betragen und da er sonst niemand fur den Posten zur Hand hatte, an Emin Efendi zu schreiben, ernannte ihn zum Untergouverneur des Aequator mit 35 Aegypt. Pfund monatlich und befahl ihm, unverzuglich nach Lado zu gehen, wo er auch sei, selbst wenn er nur eine halbe Stunde von Chartum ware, um dort Ibrahim Bey Fausi zu arretieren und unter Eskortę nach Easchoda zu schicken.
Emin Bey befand sich thatsachlich dicht bei Chartum, um iiber eine Mission an Mtesa von Uganda zu berichten. Das Schiff welches ihm Gordon’s Ordre brachte, begegnete ihm unterwegs. Sobald er von ihr Kenntnis genommen, antwortete er mit demselben Schiff, dass er sie ohne Verzug ausfiihren werde und machte sich sofort nach dem Aequator auf. Beim Empfang