Facsimile · p. 58
K A P IT E L IV.
Anexion des Aequatorialgebiets. Die Handler. Baker. Gordon. Fausi. Reform. Insubordination des Ahmed Bey Ibrahim. Energisches Auftreten Emin’s. Raumung der siidlichen Stationen.
Erst 1871 war das Aeąuatorialgebiet und zwar durch Sir Samuel Baker erobert und dem Aegyptischen Ssudan einverleibt worden. Es erstreckte sich damals bis zum zweiten Breitengrad und umfasste Unjoro, das Reich Kabarega’s. Bis dahin hatten einzig und allein die Kaufleute und Handler die Aeąuatoriallander, d. h. die spateren Aeąuatorial- und Bahr el ghasal-Provinzen durchzogen. Sie hatten zahlreiche befestigte Seriba’s>) errichtet und pliinderten bald die Neger auf Raubzligen aus, bald trieben sie Tauschhandel und erwarben gegen ihre eigenen Waren Sklaven, Elfenbein und andere Landeserzeugnisse, die sie zum Verkauf nach Chartum schickten. Die Regierung erhob von diesen Handlem eine gewisse Steuer. Ais dann die Truppen diese Gegenden besetzten und die Regierung ihre Autoritat aufrichtete, suchte man die im iibrigen Ssudan schon bestehenden Verwaltungsgrundsatze auch hier einzufuhren, namlich die Monopolisierung des Handels zu Gunsten des Staates und die Abschaffung der Sklaverei.
Durch dieses Regime wurden die Gallaba’s (Handler) der Aequatorialprovinz allmahlich entfernt, und 1880 war kein einziger mehr von ihnen iibrig. Schwerer wurde der Kampf gegen diese Handler und Kaufleute im Gebiet des Bahr el ghasal, wo sie *) Wórtlich »Umzaunung«, mit Domen und Pallisaden befestigte Niederlassungen, dasselbe was »Boma« in Ostafrika. B. M.