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31 Der Plan meines Hauses war kurz folgender: Trat man durch die Thiir der Umfassungsmauer ein, so befand man sich in einem weiten Hof, in dessen Mitte ein ungeheurer Eucalyptus globulus und zwei Citronenbaume standen. Auf der linken Seite des Hofes lag ein Empfangsraum (Ssalamlik), ein Cabinet und ein Gastzimmer, auf der rechten Seite ein Dienerzimmer und ein Stall. Aus diesem ersten Hof gelangte man in einen kleinen Garten, in welchem ausser anderen Gewachsen sich eine Sykomorenfeige befand, unter dereń Schatten es dem Dr. Junker so wohl gefiel, dass er bisweilen ganze Tage dort zubrachte. Auf der linken Seite des Gartens fand man ein geraumiges Gemach, das mir ais Schlafzimmer diente, und ein Cabinet. Mein Schlafzimmer war durch einen schattigen Baumgang mit zwei weiteren Raumen an der rechten Seite des Gartens verbunden, dereń einer meine Sachen enthielt, wahrend der zweite ais Privatsalon diente.

Im Hintergrunde des Gartens waren zwei kleine pavillonartige Gebaude; unter einem befand sich in grossen porósen Thongefassen (»Sir«) der Wasservorrat, das andere, geraumig und vergittert, diente zugleich ais Kafig und Menagerie und enthielt einige Gazellen, einige zehn Papageien und etwa 5° andere Vógel der verschiedensten Arten. Von dem Garten kam man in eine dicke Umzaunung; hier war links ein geraumiges Zimmer, das ais Vorrats- und Rumpelkammer diente, in der Mitte ein bedeckter Gang, im Hintergrunde zwei Raume, die Backofen, Kiiche und Cabinette bildeten, und schliesslich rechts zwei Schlafzimmer fiir die Sklaven.

Ich gebe diese Beschreibung deshalb, weil die besseren Wohnungen in Lado und den iibrigen Aequatorialstationen ebenso eingerichtet sind.

Wenn in allen Hausera die Zimmer durch einen ziemlich grossen Zwischenraum von einander getrennt werden, so geschieht dies aus Furcht vor Feuer, das wegen des zum Bau der Hiitten und bei Ziegelhausern zum Dach viel gebrauchten Strohes leicht

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