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222 entsagen, unser Dasein Gott zu weihen, den Krieg nicht zu fliehen, alles aus Liebe zu Gott, um das Paradies zu verdienen.« Die Nachricht von der Anerkennung des Chalifen Abdallah ais Nachfolger des Mahdi verbreitete sich schnell, und die Stamme erklarten einer nach dem andern ihre Zustimmung.
Ais der Emir von Kordofan Mahmud Abd el Kader sich zu diesem Zwecke nach Um Durman begab, liess er in el Obeid eine starkę Garnison alter agyptischer Truppen zuriick. Ais dieselben sich dem Mahdi hatten ergeben miissen, waren sie mit Schonung behandelt worden und hatten nach Ablegung ihres Treueides ihre Waffen behalten diirfen. Empdrt jedoch iiber ihre Behandlung seitens der Derwische, benutzten sie die Abreise Abd el Kader’s von el Obeid zur Empórung. Sie ilberfielen plótzlich das Pulvermagazin und raubten alle Waffen und Munition. Da sie zahlreicher und besser bewaffnet waren ais die Derwische, so konnten sie dereń Angriffe unter schweren Verlusten abschlagen, worauf sie sich in die Nubaberge, einige Tage von el Obeid, zuriickzogen. Auf die Nachricht hiervon machte sich Mahmud Abd el Kader mit bedeutender Heeresmacht zur Verfolgung der Soldaten auf. Bei der Ankunft der Derwische verschanzten sich die Soldaten hinter Felsen und fiigten ihnen starkę Verluste zu, bis der Emir mit der Faline in der Hand den Seinigen voraneilte, aber von dem Kugelhagel, der die Derwische dezimierte, selbst niedergestreckt wurde, worauf sie nach el Obeid zuriickflohen. Damals befand sich der Emir Abu Angar mit einem starken Heere in Kordofan. Auf die Nachricht von dem Tode des Abd el Kader machte er sich sofort nach den Nubabergen auf und erdriickte mit seiner Uebermacht die Soldaten, welche teils im Kampfe fielen, teils gefangen genommen wurden und iiber die Klingę springen mussten. Der Emir von Kordofan wurde durch den Vetter des Chalifen, Osman Gano, ersetzt, und die geschwachte Garnison der Provinz neu verstarkt.
Wir haben im Vorstehenden den Umfang dieses furchtbaren Krieges geschildert, den man weder zu vermeiden noch zu be-