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warts, wie um den Seinen und dem Vaterlande ein letzteś Lebe- wohl zuzurufen, die man verliess, ohne zu wissen, ob man sie je wiedersehen wiirde.
Der Gouverneur von Ssuakin liess mir am Tage nach meiner Ankunft mitteilen, dass noch am gleichen Tage eine Karawanę nach Berber abgehen wiirde. Ich setzte mich; mit ihr in Ver- bindung und hoch zu Kameel drang ich in dieses Land ein, aus dem ich erst nach fast zehn Jahren, nach tausend Gefahren und Leiden wieder herauskommen sollte. Die Reise vollzog sich ohne bemerkenswerten Unfall, und 14 Tage nach meiner Abreise von Ssuakin kam ich iiber Wadi Daruga, Rahwajan, Monnat, Bir Moho Bey etc. in Berber an.
Auf der ganzen Strecke fand sich reichlich Wasser in den in gewissen Zwischenraumen angelegten Brunnen. Bei jedem Brunnen fanden wir unfehlbar Hadendoa- und Bischari-Beduinen der Um- gegend, die dort ihre Herden trankten und uns Mundvorrat, wie Mais, Bród, Milch, Butter, Kasę u. s. w., verkauften.
Der Weg von Ssuakin nach Berber zieht sich durch eine fast ununterbrochene Sandwiiste, aus der kahle Hiigel und Felsmassen emporragen. Die Temperatur war auf dieser ganzen Reise sehr ertraglich; wir hatten im Mittel 20—30° C., was mich sehr ver- wunderte, denn wir waren mitten im Juli.
Berber war ein ziemlich bedeutender Platz, Hauptstadt der Provinz gleichen Namens und trotz seiner verhaltnismassig ge- ringen Bevólkerung Mittelpunkt des Handels dieser wichtigen Provinz, zumal fur den Transitverkehr zwischen Chartum und Ssuakin. In gesundheitlicher Beziehung liess die Stadt viel zu wiinschen iibrig; ihre engen und unsauberen Gassen erregten Ekel.
Die meisten Einwohner sind Gaalije1) und der Handel befand sich ganz in den Handen der Gallaba2) (Handler). Es gab damals
*) Gaalije, Angehorige eines arabischen Stammes im Ssudan, der sonst Gaalln genannt wird. B. M. s) Gallaba, Handler im allgemeinen, im besonderen Sklavenhandler resp. Sklavćnjager. B. M.