Sudan Archive

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2 IO Derwischen abgeschnitten und vernichtet. Bald war jeder Widerstand vergeblich. Fascher nnisste seine Thore óffnen und sich in sein Schicksal ergeben.

Damit gehórte nun ganz Darfur dem Malidi, seitdem in den beiden Monaten Dezember 1883 und Januar 1884 die wichtigsten Stadte: Um Schanga, Dara und Fascher, sich nacheinander er­ geben hatten. Slatin Bey wurde zum Mahdi gefiihrt, der ihn leutselig empfing, zum Islam bekehrte und Abd el Kader taufte.

Seit dem Juli 1883 hatte der Mahdi seine Emissare in den óstlichen Ssudan gesandt, um seine aufruhrerischen Proklamationen verbreiten zu lassen. Schon gerieten die Provinzen Kassala und Berber in Bewegung. Osman Digna, aus der Umgebung von Ssuakin, und Mohammed el Chair aus Berber, alle beide aus dem Stamm der Gaalije, kamen zum Mahdi und kehrten mit seinen Instruktionen in ihre Gebiete zurtick, um auch dort das Kriegsfeuer anzufachen. Osman Digna war vom Mahdi zum Emir von Ssuakin und Mohammed el Chair zum Emir von Berber ernannt worden.

Im Dezember 1883 entsandte der Mahdi von Kordofan den Emir Mohammed Abu Karga mit zahlreichem Heerhaufen, um die Belagerung von Chartum zu beginnen. In Mussallamije verliess Ssaleh el Mak, der Ssennar gegen el Mukaschif verteidigt hatte, die Regierung und ging mit seinen Schaikije zu Abu Karga iiber. Inzwischen hatte Walad el Mukaschif zahlreiche Beduinenhaufen aus den Stammen Manssurab, Hessenat und Baggara Sselim gesammelt und bei el Gabalein die Truppen Hussein Pascha Mas’har’s geschlagen, der von Chartum gegen ihn entsandt war.

Der Abfall war jetzt begreiflicherweise an der Tagesordnung, da ein grosser Teil der agyptischen Truppen aus Eingeborenen, namentlich aus Schaikije und Danakla bestand, die mit den Mahdisten bald fraternisierten. Mohammed, der Sohn des Abu Róf, war bei den Truppen Mas’har Pascha’s und verliess mit seinen Leuten die Befestigung, worauf die Mahdisten in das agyptische Lager eindringen konnten. Bald darauf aber wurde er ergriffen

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