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195 sich mit der ausgehungerten Garnison vereinigten. Im selben Monat griffen die Gauamea-Beduinen die Garnison von el Tajara an und bemachtigten sich des Platzes nach wenigen Tagen.
Wahrend Raschid Bey anf eigene Faust nach dem Berge Gadir gezogen war, wo er seinen Tod gefunden liatte, rtistete man in Chartum eine gróssere Expedition unter dem Befehle von Jussuf Pascha el Schallali gegen den Mahdi aus. io Tage nach Raschid Bey’s Affaire verliess sie Chartum und setzte sich nach dem Berge Gadir in Bewegung. Sie bestand aus mehreren Tausend Mann regularer Truppen und Baschibosuk, ferner einer Abteilung Schaiklje-Beduinen unter dem Befehle von Mohammed Bey Ssollman. Aber die beiden Siege des Mahdi iiber Abu el Sseud und Raschid hatten ihn und seine Anhanger ermutigt, und die Araber strbmten ihm von allen Seiten zu. Die Hauptlinge kamen, sich in seine Sekte aufnehmen zu lassen und empfingen seine Instruktionen und die Losung zum Vernichtungskampf. Selbst die Nuba-Neger vom Berge Gadir liessen sich von den Verheissungen des Mahdi verleiten und vereinigten sich mit ihm. Mohammed Ahmed, der nicht aufhórte, alle an die Plackereien und tibertriebenen Forderungen der Regierung zu erinnern, stellte ihnen ein goldenes Zeitalter ohne Steuern und Plagen in Aussicht, welches durch Vernichtung der Tiirken, d. h. der Regierungs-Beamten, herbeigefrihrt werden konne. Gleichzeitig wurdenDerwische nach allen Richtungen abgeschickt, um die Bevólkerung zum Aufstand aufzureizen, und Brandbriefe an die Hauptlinge der Stamme zu dem gleichen Zweck gerichtet.
Die Nachrichten hiervon kamen iibertrieben und entstellt nach Chartum und stiirzten die Stadt in eine unbeschreibliche Panik. Vor der Ankunft des neuen General-Gouverneurs Abd el Kader Pascha’s verbreitete sich das Geriicht, dass die Derwische die Stadt iiberfallen wollten. Die Furcht hatte keine Grenzen mehr, und alle Europaer verbargen sich in der katholischen Mission, die sie erst zwei Tage spater verliessen, ais sie sich iiberzeugt hatten, dass der Mahdi noch am Berge Gadir war.
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