Sudan Archive

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i8S jeden auf, der zu ihm kam, alle Unzufriedenen, wie die aus der Gesellschaft Ausgestossenen; angezogen von der Predigt des Sozialismus und von dem sichern Schutze vor den Plackereien und Reklamationen der Regierungsbeamten, strómten sie in grosser Menge nach Aba.

Thatsachlich hatte Mohammed Ahmed seit der ersten Zeit seines Aufenthałts daselbst sich den Ruf besonderer Heiligkeit erworben. Die Beamten hatten aus Furcht und aberglaubischer Verehrung niemals gewagt, nach Aba zu gehen, um einen Steuerriickstandigen, irgend welchen Fliichtling oder gar Verbrecher zu verfolgen. So wurde die Insel zu einem Refugium peccatorum. Ja nocli melir. Kein Schiff, keine Barkę, mochte sie Privatleuten oder dem Staate angehóren, fuhr voruber, ohne anzuhalten und dem Schech Mohammed Ahmed irgend ein Zeichen ihrer Verehrung zu erweisen. Alle, welche seit 1875 an Bord eines Regierungsdampfers an der Insel vorbeigefahren sind, werden sich an die Signale der Dampfpfeife erinnern, welche die Ehrbezeugung fur den Heiligen sein sollten. Die Schiller des neuen Schechs vermehrten sich so zusehends; Gaben und Geschenke flossen von allen Seiten nach seiner Wohnstatte.

Es ware jedoch ungerecht, wenn wir den Leser in dem Glauben lassen wollten, dass alle Anhanger Mohammed Ahmed’s nur ein Haufen Taugenichtse waren. Im Gegenteil bestand der grósste Teil aus Enthusiasten oder Opfern der Ungerechtigkeit und der Erpressungen der Regierungsbeamten. Wenn Jemand der Verfolgungen derselben miide war, so ging er nach Aba und war sicher, dass man ihn dort nicht wurde suchen kommen, Diese Fliichtlinge, welche man Mutassahabln nannte, bildeten den zahlreichsten Teil von Mohammed Ahmed’s Anhangern. Wenn auch die Steuerbeamten von dieser Flucht erfuhren, so waren sie weit davon entfernt, den Fliichtling dort aufzusuchen, verheimlichten im Gegenteil der Regierung seinen Aufenthalt und erklarten, dass er nach einem unbekannten Ort verzogen sei.

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