Sudan Archive

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IÓ4 Arakel Bey wurde nach seinem Tode von Rassich Bey ais Gouverneur von Chartum ersetzt. Gegen das Ende seiner Verwaltung brach unter einigen Stammen von Kordofan ein Aufruhr aus. Da er sich unfahig zeigte, ihn zu unterdriicken, wurde er nach Kairo zuriickberufen und durch Mussa Pascha ersetzt, welcher spater zum General-Gouverneur des ganzen Ssudan ernannt wurde. Die Einteilung desselben in verschiedene Provinzen wurde jedoch beibehalten, und die sammtlichen Provinzen dem General-Gouverneur unterstellt, welcher in Chartum residierte. Mussa Pascha Hess sich gleich nach seiner Ankunft die Verstarkung der Militar-Stationen angelegen sein und verteilte źu diesem Zweck 5 Bataillone, welche er mitgebracht hatte. Das I. legte er nach Walad Madani, nach Ssennar und Fasoglu, das 2. nach Kordofan, das 3. nach Kassala, das 4. nach Mussallamije und Refaa, das 5. wurde in Chartum kaserniert. Ausser diesen regularen Truppen aus Kairo organisierte Mussa Pascha eine starkę Milizmacht aus Irregularen und Baschibosuks und verpflichtete die Stamme, ihm im Falle der Not eine bestimmte Anzahl vollstandig bewaffneter und mit Lebensmitteln versehener Leute zu stellen. Die Zahl der Leute, welche derart aufgestellt werden konnten, war sehr bedeutend, und die Regierung hatte sich derart fur den Notfall wichtige Hiilfstruppen gesichert, welche ihr nichts kosteten. Die Waffen derselben bestanden aus Wurfspiess, Lanze und Dolch. Feuerwaffen befanden sich nur in den Handen der regularen Regierungstruppen.

Da die Eingeborenen des Tagala-Gebirges sich bisher noch immer nicht unterworfen hatten, so brach Mussa Pascha an der Spitze von zwei Kompagnien selbst gegen sie auf. Aber auch dieser neue Feldzug blieb resultatlos, wenn er auch nicht so unglticklich wie der erste verlief; die Truppen mussten wegen des schlechten Wetters nach Chartum zuriickkehren, ohne den Feind gepackt zu haben.

Im Jahre 1282 (1864) brach eine Cholera-Epidemie im Ssudan aus und forderte, trotz der energischen Gegenmassregeln Mussa

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