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I 2 I Stamme Gauwamea, el Ghodiat, Maganin u. s. w. und die sehr zahlreichen Zweige des Stammes Baggara: Baggara Homr, Hattanije, Gime, Selim und Hauasme; die letzteren teilen sich wiederum in eine Unmenge kleinerer Unterabteilungen, besonders die Dar Bali, Dar Neila, Dar Gauad, Aulad Gabusch, el Rawawka, Dar Hamar, el Ghidial u. s. w.
Der Hauptort der Provinz Kordofan ist die Stadt El Obeid, dereń eigentlicher Name El Ebejed, d. h. die kleine Weisse ist. Nacli der Legende hat die Stadt ihren Ursprung daher, dass ein weisser Stier mit seinen Hórnern den Boden auf der Stelle der heutigen Stadt aufgewiihlt habe, aus dem trinkbares Wasser hervorsprudelte. Die Menschen waren erfreut, auf diesem Punkte in so geringer Tiefe Wasser zu finden, bauten sich dort an und griindeten eine Stadt, die sie nach jenem Tiere benannten. Sonst hatte die Gegend von El Obeid nur Regenwasser, das sich nur kurze Zeit liielt und bald vom Boden aufgesogen wurde, sodass sie wegen ihrer Trockenheit fast unbewohnbar war. Trotzdem ist in Kordofan die Vegetation prachtvoll. Vor allem baut man Duchn (eine Hirseart) in grosser Menge, aus welchem man Brot bereitet. Der Duchn erreicht eine Hóhe von drei bis vier Metern, und aus jeder Staude entwickelt sich eine grosse Anzahl Halme (bis sechzig), von denen jeder eine oder mehrere volle Aehren tragt. Trotz der geringen Sorgfalt beim Anbau und der Unzulanglichkeit und Unregelmassigkeit der Bewasserung und unter Beriicksichtigung des von den Tieren in den Feldern angerichteten Schadens tragt der Feddan (4200 Quadratmeter) im Durchschnitt 10 Ardebb = circa 20 Plektoliter Kórner. Ferner wird Mais angebaut, der ebenso gute Ertrage liefert. P'erner kommen auch verschiedene Fruchtarten sehr gut fort: Aepfel, Granaten, gewohnliche und indische Feigen, Citronen, Cremebaume1), Bananen u. s. w. Allerdings erreichen letztere weder die Grosse noch die Schóńheit und das Parfum, wie in den Aeąuatorgegenden.
*) Annona sąuamosa, arab. Kischta. B. M.