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VIII

Vita Hassan wurde am 14. Januar 1858 in Tunis geboren, wo sein Vater Dragoman am italienischen Konsulat war. Seinen Unterricht erhielt er in Alexandrien, musste jedoch mit 15 Jahren wegen der Mittellosigkeit seiner Eltern die Scliule verlassen, um sich selbst sein Bród zu verdienen. Er wahlte das Apotheker- fach und brachte es bald soweit, dass er schon mit 19 Jahren die Leitung einer Apotheke in Kairo tibernehmen konnte, welche dem Leibarzt der Wittwe des Chedive Abbas Pascha gehórte. Vermóge dieser Konnexionen erhielt er eine Anstellung im Regierungsdienste, zunachst freilich nur in dem kleinen Orte El Arlsch an der tiirkischen Grenze, von wo er 1880 nach dem Ssudan versetzt wurde. Im ersten Kapitel des Werkes berichtet er, wie er dorthin kam und Emin Pascha kennen lernte, mit dem zusammen er jene ereignisvollen 10 Jahre durchlebte und schliess- lich den Schauplatz seiner Thatigkeit verlassen musste, aber gleich seinem Chef mit dem festen Vorsatze, wieder dorthin zuriick- zukehren. Leider sollte er nicht mehr dazu kommen. Im Sommer 1892 machten sich bei ihm die Anzeichen einer unheil- baren Krankheit bemerkbar, der er, ein neues Opfer Afrika’s, am

14. Marz 1893 erlag, kaum ein Jahr nach dem Tode seines von ihm tief betrauerten Freundes Dr. Junker.

Allen, welche ihn kennen gelernt haben, wird seine Ehren- haftigkeit, seine Anspruchslosigkeit und stets bereite Gefalligkeit unvergesslich bleiben.

Zum Schluss noch einige Bemerkungen iiber die in der Ueber- setzung angewendete Art der Umschreibung arabischer u. s. w. Namen. Da das Werk fur einen weiteren Leserkreis und nicht nur fiir Gelehrte bestimmt ist, wurde eine Transskription verwendet, die mit móglichster Vermeidung des schwerfalligen Apparates diakritischer Zeichen dem grossen Publikum eine annahernd richtige Aussprache der Namen ermoglicht. Hierzu ist zu be- merken, dass die durch einen Strich ais lang bezeichneten Vokale auch gewóhnlich den Ton haben; sind, was selten geschehen ist, zwei Yokale ais lang bezeichnet, so hat der zweite den Ton.

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