Sudan Archive

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mehrerer Mächte keine beſonderen Vorrechte bewilligt werden würden, daß mit anderen Worten der Deutſche, der Franzoſe, der Italiener und andere genau auf den gleichen Fuß im Handel ge— ſtellt werden ſollten“. Dieſe Zuſicherung war wohl der Grund, der die Mächte veranlaßt hatte, ihren Widerſtand gegen den Vertrag fallen zu laſſen. Die Wirklichkeit hat ſich aber ganz anders ge— ſtaltet. Der engliſche Generalgouverneur, der ſich bis 1910 wie ein unbeſchränkter Herrſcher fühlen durfte“, hat es verſtanden, ent: gegen Cromers Zuſicherung, jede nicht engliſche Handelsbetäti— gung durch ſeine höchſt willkürlichen Verordnungen nahezu un— möglich zu machen. Nach dem Sudanvertrage haben ſeine Ver— ordnungen Geſetzeskraft.

Als das einfachſte Mittel hierzu erſchien ihm die Monopoli— ſierung der wichtigſten Landesprodukte, aller Verkehrsmittel und überhaupt aller möglichen Einnahmequellen? Hierdurch iſt in erſter Linie die rapide Steigerung der Einnahmen zu erklären, die alſo keineswegs ein Beweis für das wirtſchaftliche Aufblühen des Landes iſt.

Am 1. Mai 1903 wurden die wichtigſten Landeserzeugniſſe, Gummi arabicum, Kautſchuk, Elfenbein und Straußenfedern in den hauptſächlichſten Produktionsgebieten für Regierungsmono⸗ pol erklärt. Gummiund Elfenbein allein brachten 1914 ca. 700 000 ägypt. Pfund, faſt die Hälfte des ganzen Einnahme-Budgets ein.

In dieſem Jahre wurde ihm nach indiſchem Muſter ein Staatsrat (council) zur Seite gegeben.

2 Vacoub Pasha Artin, England in the Sudan, 31.

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