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der Selbſtändigkeit fein würde, der den khedivialen Hof bisher umgeben hatte.

Für ſeinen Gewaltſtreich hatte England die Zuſtimmung Frank— reichs de facto ſchon ſeit 1904; dagegen ſcheint die von Rußland und Italien bisher noch nicht zu erlangen geweſen zu ſein. Die Hauptſache aber iſt, wie die Macht ſich dazu ſtellen wird, die nächſt England die größten wirtſchaftlichen Intereſſen an Agypten hat, und das iſt Deutſchland.

Der deutſche Einfluß in Agypten hat eine wechſelreiche Ge— ſchichte. Es hat Zeiten gegeben, wo das deutſche Element dort eine bedeutendere Rolle geſpielt hat, als das engliſche, wo die deutſche Sprache ſchon ſeit den fünfziger Jahren auf der Militär— ſchule gelehrt wurde und in den ſiebzigern einen Hauptgegen— ſtand des Unterrichts auf den höheren Schulen bildete und eine Reihe von Deutſchen höhere Stellen in der ägyptiſchen Regierung bekleideten. Mit dem Einzug der Engländer iſt das alles ver— ſchwunden; nicht einmal an den internationalen Gerichtshöfen iſt die deutſche Sprache zugelaſſen, wie Engliſch (übrigens erſt ſeit 1905), Franzöſiſch und Italieniſch. War es den Engländern gelungen, den deutſchen Einfluß in Schule und Regierung zu unter: drücken, ſo konnten ſie aber doch nicht verhindern, daß er ſich in anderer Form Eingang und Geltung im Lande verſchaffte. Deutſche Induſtrie, Handel und Schiffahrt haben es verſtanden, im Lande Fuß zu faſſen und trotz der Mißgunſt von Engländern, Franzoſen und Genoſſen ſich allmählich durchzuſetzen. Erſt 1884 war Deutfchland zum erſtenmal in der Statiſtik des ägyptiſchen Handels 59

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