Sudan Archive

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Schuld felbft wenig geleiſtet worden. 1914 war fie erſt auf 94 Millionen zurückgegangen, betrug alſo immer noch mehr als unter Iſmail Paſcha. Hatte die engliſche Regierung den ehrlichen Wunſch die Schuldenlaſt zu verringern, warum gab ſie die Suez— kanalaktien nicht zurück? Nach dem jetzigen Stande derſelben würde man damit ein reichliches Drittel der Schuld tilgen können.

Dieſer Punkt wird in den engliſchen Darſtellungen immer mit der größten Vorſicht umgangen.

Bei aller Anerkennung dieſes Sanierungswerks muß aber doch zur Sprache gebracht werden, daß ein großes Verdienſt an dieſer Wiederherſtellung des finanziellen Gleichgewichts der internatio— nalen Schuldenkommiſſion zukommt, deren Mitglied Cromer zwar früher geweſen, die ihm aber ſpäter ein Dorn im Auge wurde, angeblich „weil ſie Agypten jährlich 40000 ägypt. Pfund ko— ftete” (II. 309), ungefähr ebenſoviel wie der Affenkäfig und Bärenzwinger im Zoologiſchen Garten, die ſich Seine Lordſchaft ſpäter bauen ließ. Unter vier Augen freilich hat er ſich über die „Caiſſe“ ganz anders geäußert und bedauert, daß nichts dergleichen in In— dien exiſtiere (E. Dicey, Egypt of the futur 210). Erſt im Jahre 1904 gelang es ihm, der verhaßten Caiſſe den erſten ſchweren Schlag zu verſetzen, indem er ihr jeden Einfluß auf die Verwaltung raubte. Seine Hoffnung, daß ſie 1912 ganz verſchwinden würde, iſt jedoch nicht in Erfüllung gegangen. Seine endloſen Angriffe auf fie zumal in der eingeborenen Preſſe waren um fo ungerecht: fertigter, als fie mit Ausnahme der Vertreter von Frankreich und Rußland ſtets loyal mit ihm gearbeitet hat. Selbſt Cromers Lob— 2˙ 19

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