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KAPITEL XII.

Die Schlacht bei Adua und deren Folgen.

Die Operationen begannen. Der Major Toselli stand in weit vorgeschobener, sehr exponierter, Stellung am 5. Dezember 1895 bei Amba-Alaghi, nördlich vom Ashangi-See. Sein Lager wurde am 7. Dezember, des Morgens 6 Uhr von den Abessyniern unter Führung von Ras Makonnen überrascht, angegriffen und fast alles darin niedergemetzelt. Der sich flüchtende Rest durchlief in zwei Tagen mehr als 100 Kilometer nordwärts, und sammelte sich erst wieder in Addigrat.

Diese Niederlage war bedeutend schlimmer, als die vor acht Jahren am 26. Februar 1887, bei Dogali. Es waren getötet 17 Offiziere, darunter Toselli, einige 30 Unteroffiziere und 2200 Mann. Als Beute fiel in die Hände des Feindes das ganze Lager der Italiener mit sämtlichen Proviantund Munitions -Vorräten, eine Batterie und 2000 Gewehre. Aber die jetzt eintretenden Folgen dieser Niederlage waren noch um vieles schlimmer.

General Arimondi, welcher zu spät abgesandt war, um Toselli zu unterstützen, wurde zurückgedrängt. Die marschbereite Hauptarmee des Negus, in der Stärke von 120,000 Mann, rückte in die Provinz Tigre ein und bezog in der Flanke der italienischen Hauptmacht, deren Zentrum Addigrat bildete , eine sehr vorteilhafte Stellung auf der Linie Makalle-Adua.

So standen beide Armeen auf wenige Kilometer Entfernung sich gegen-über, General Baratieri Proviant und Verstärkungen aus Massäua erwartend, der Negus sich vorbereitend auf einen entscheidenden Schlag.

Jetzt spielte der Telegraph zwischen Rom und dem Lager des kommandierenden, italienischen Generals beständig hin und her, sehr zu des letzteren Verderben.

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