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Diese drei Kamelreiter, Schulter an Schulter, eröffneten unseren Zug, der dann in Giedern, wie sie schon genannt sind, folgte. Durch die Schlaftrunkenheit unserer Wächter hatte sich der Aufbruch um 1 y2 Stunden verspätet ; erst um 7 V2 Uhr waren wir auf dem Marsche. Der Himmel war bedeckt, in dieser Gegend eine Seltenheit, und die Lufttemperatur betrug nur -f- 15 R. Wir durchzogen eine Hochebene mit niedrigem Gebüsch, welches in dieser Jahreszeit ohne Laub ist. Es wechselten Strecken voll groben Gerölles ab mit fruchtbarem Lehmboden. Wie dicht die Grasdecke hier im Sommer sein muß, zeigen die hohen, vorjährigen, trockenen Gräser, welche niemand benutzt hat. Am linken Ufer des Flusses Sciaglet, der in den Barca sich ergießt, satteln wir um 1 Uhr ab zu einer zweistündigen Mittagsrast. Hier ist auch die Station gleichen Namens, allerdings durch nichts anderes markiert, als durch zwei Schöpfbrunnen. Im Schatten zeigte das Thermometer 25 Grad R.
Drei Uhr erfolgt das Signal zum Aufbruch. Wir durchqueren nun kurz hintereinander vier Zuflüsse des Barca: den Marüb, den Amide, den Cofi und Jlabischa, alle von ansehnlicher Breite. Dann biegen wir ein in einen Engpaß. Die Berge rücken ganz nahe zusammen. Ein Saumpfad, mit gröbstem Geröll überschüttet, führt zwischen ihnen ziemlich steil aufwärts. Oben angelangt, sehen wir vor uns, rechts an der Bergwand hängend, die Telegraphenstation Biscia, umgeben von einigen Tukül. Diese Lage des Hauses ist für uns äußerst unbequem. Aus der Talsohle führt ein steinichter, höchst ermüdender Weg von zirka 20 Minuten zn ihr hinauf. Daher ordne ich unten den Platz für mein Lager an. Zum ersten Male auf dieser Reise werden die mitgeführten Zelte hier ausgepackt.
Mein Zelt, kreisrund und dann kegelförmig abgedeckt, in seiner Mitte gestützt durch eine Holzsäule, mißt im Durchmesser fünf Meter, in der Höhe sechs Meter. Von außen ist es weiß mit schwarz gestreift. Doch seine Innenwände sind ganz überzogen mit einer Auflegestickerei nach ägyptischer Art, aus bunten Stoffen musivisch zusammengesetzt. Die auf diese Weise hergestellten Muster sind eben so reich wie gefällig. Ein Paneel nachahmend, laufen Quadrate von 1 Meter Höhe rings um den Fuß. Aber jedes dieser Quadrate hat seine ihm eigene musivische Füllung. Dann folgt ein breites, fortlaufendes Band, bedeckt mit Quoränsprüchen in weißen Buchstaben auf rotem Grunde. Den Abschluß nach oben bildet ein breiter, bunter Fries, aus Arabesken zusammengesetzt. Das kegelförmige Dach ist aus 12 spitz zulaufenden Dreiecken gebildet, deren Stickereien sich kreuzende Palmenzweige darstellen. Es sieht ganz prächtig aus Gefertigt wurde dieses Zelt im Bazar von Kairo. Die Verfertiger, 46