Sudan Archive

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Gleich den Tag nach meiner Ankunft machte ich dem Herrn Generalgouverneur meine Aufwartung, um für die so gütige Unterstützung meiner Herreise zu danken. Er lud mich zum Gabelfrühstück ein und stellte mir auch Maultiere zur Verfügung, falls ich in den Tagen meines hiesigen Aufenthaltes die Umgegend durchstreifen wollte.

Seine Exzellenz, dessen Gemahlin dauernd in Rom lebt, bewohnt zur Zeit eine kleinere Villa, welche seinen Vorgängern nur als Erfrischungsstation diente; doch wird ein größeres Dienstgebäude für ihn geplant. Die Villa liegt auf einem Hügel, und, getrennt durch einen wohlgepflegten Garten, ihr gegenüber befinden sich rechts das Gebäude für die Bureaus der Verwaltung, links das Kasino der Offiziere. Sonst macht sich unter den Gebäuden der Stadt bemerkbar noch die Post, ein Klubhaus der Zivilpersonen, zu dem mir höflicherweise, bald nach meiner Ankunft, eine Mitgliedskarte übersandt wurde, und ein kleines Theater. Die breit angelegten Straßen zeigen überdies noch große Lücken, wie das bei einem werdenden Orte nicht anders denkbar ist. Dieses ist die moderne Stadt Asmara. Nun denke man sich dieselbe umzogen von einem weiten Kranze jener runden Tukül der Eingeborenen, zwischen denen reich belebte Gassen sich hinziehen, dann hat man vor sich das Bild der Hauptstadt von Erythräa.

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