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sich verbreitet hatte. War es vielleicht Abdullahis Absicht, von diesem, durch die Erinnerung geheiligten, Punkte aus, nun auch für sich, den Anbruch einer neuen Ära der Erfolge zu suchen? — Sir Reginald Wingate glaubte, um jeden Preis, das Betreten der Insel Aba durch den Chalifen verhindern zu müssen! — Er sendet zunächst eine Flottille von Kanonenbooten nilaufwärts, bemannt mit 2 Bataillonen, unter dem Befehle des Obersten Lewis, mit dem Aufträge, durch angemessene Manöver die Derwische an dem Überschreiten des Flusses unter allen Umständen zu verhindern.
Als Lewis den Uferort „Alobe“ erreicht hatte, fand er, daß eine starke Abteilung von Derwischen unter dem Befehle Ahmed-Fadils, in mäßiger Entfernung vom Flusse, kampiere. Indessen, als Lewis Miene machte, seine Truppen an das Land zu setzen, zog sich Fadil tiefer in das Innere zurück.
Inzwischen war der Sirdar in Chartüm angelangt. Jedoch er verzichtete darauf, in eigener Person diese dritte Expedition, welche gegen Abdullahi ausgerüstet wurde , zu leiten , sondern beauftragte damit Sir Reginald Wingate. Diesem wurde unterstellt eine für diesen Zweck nur sehr bescheidene Truppe, nämlich 3700 Mann Infanterie, dazu 50 Kavalleristen und einige Geschütze. Am 20. November brach Wingate von Chartüm auf, fuhr den Weißen Nil aufwärts und landete am 21. November abends bei dem Dorfe „Faki-Shoya“, wo außerdem noch 250 Kamelreiter zu ihm stießen. Nach Ausschiffung seiner Truppen benutzte er,, ohne jeden Aufenthalt, die mondhelle Nacht zum Vormarsch in das Innere, in der Absicht, zunächst Ahmed-Fadil aufzusuchen. Nach einem Eilmärsche von 50 Kilometern erreichte man noch vor Sonnenaufgang, am 22. November, das Dorf „Nefissa“. Hier meldeten ausgesandte Kundschafter, daß nur 8 Kilometer weiter, nach Westen hin, Ahmed-Fadil lagere, an der Spitze von 2500 Mann.
Wingate entsandte, auf diese Nachricht hin, sofort sein.e berittenen Leute, um den Feind zu engagieren und so lange festzuhalten, bis er selbst das Haupt-Korps nachgeführt haben würde. Dieses geschah! Das Feuer der angreifenden Kamel-Reiter wurde durch Fadils Leute kräftig, aber mit schlecht gezielten Schüssen, erwidert. Da erscheint Wingate an der Spitze seiner Infanterie. Im Sturme vorgehend, wirft er die Derwische. Sie wenden sich zur Flucht und werden von der Kavallerie Wingates verfolgt. Der Kampf hatte nur eine Stunde gedauert, von 10— 11 Uhr am Morgen des 22. Novembers. Nun blieb nur noch das Eine übrig, den Chalifen Abdullahi selber aufzusuchen. Dieser bewegte sich auf El-Ghedid zu, in der Absicht seine Streitkräfte mit denen Ahmed-Fadils zu verbinden, dessen Niederlage ihm noch unbekannt war.
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