Sudan Archive

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anvertrauten farbigen Bevölkerung zu trennen. Allein, man hatte sich darin verrechnet! In Gordon waren der mitempfindende Mensch und der vor Gott sich verantwortlich fühlende Christ viel stärker, als der selbstsüchtig berechnende Politiker. „It is better to fail with clean hands than to be mixed up with dubious acts and dubious men“.

1 ) So ward er in London unbequem, und man ließ ihn fallen.

Sich selbst treu bleibend und denen, welche ihm vertrauten, unternahm Gordon, als die letzten Stunden nahten, nichts, um sein Schicksal von dem der Bürgerschaft zu trennen.

Er hätte mit Leichtigkeit seinen Palast in eine Zitadelle verwandeln, ein treues Bataillon Sudaner hineinlegen und dort sich noch halten können, wenn schon alles ringsumher wogte und blutete. — Das tat er nicht! — Zwei Minen waren unter den Palast geführt, um im letzten Augenblicke das Haus samt dem Gouverneur in die Luft zu sprengen! Er lehnt das ab. „It can do no good to any one, taking things out of God’s hands.“ 2 ) Der Dampfer Ismailia lag mit geheizten Kesseln 300 Schritte ab von seiner Haustüre. Er hätte auf ihm im letzten Augenblicke entfliehen können. Der Kapitän des Schiffes, Farralli, wartete in jenen grausigen Morgenstunden des 26. Januar, als die Derwische mordend durch die Straßen von Chartüm stürmten, Minute für Minute auf Gordons Kommen. Aber vergeblich ! — Der General trat auf der Marmortreppe seines Hauses, im Schlafanzuge und unbewaffnet, 3 ) den Derwischen entgegen, wie einer, der den Tod will und sucht. Die Dienerschaft im Erdgeschoß lag bereits in ihrem Blute. Der erste Angreifer, welcher die Stufen hinaufspringt, stößt seinen Speer dem General in den Leib. Gordon fiel mit dem Gesicht lautlos nach vorne 2 Pag ' f ü’ T°!' t } The Journals, etc. 2 ) pag. 89, Vol. I. f 3 ) Ich will nicht unerwähnt lassen, daß Neufeld in seinem Buche: „In Ketten des Chalifen“, pag. 8, diesen- Vorgang etwas anders erzählt: „Gordon hatte die Nacht auf dem Dache seines Hauses wachend zugebracht.

„Als die Dämmerung anhrach, glaubte er, der seit lange drohende Angriff würde „nicht geschehen und legte sich todesmüde zur Ruhe. „Da wecken ihn Schüsse. Es ist das nichts Auffälliges, weil ja auch sonst „Tag und Nacht geschossen wurde. Als er dann merkte, daß die Palastwachen „schossen, wußte er, daß etwas Ernsthaftes geschehe.

„Er war im Schlafanzuge, griff nach Schwert und Revolver und „trat aus der Tür seines Zimmers. Hier begegnen ihm schon Derwische, „welche die Treppe heraufstürmten. Gordon schoß die ersten Angreifer „nieder und trat an das obere Ende der Treppe. Hier trafen ihn Speerstiche „in die Brust.“ — 184

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