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geflecht, welche Vierecke einschließen. Innerhalb dieser Vierecke stehen stets drei bis fünf Tukül, welche von einer, oder mehreren Familien, doch nur derselben Sippe, bewohnt werden. Zwischen diesen Umwallungen hin zieht sich die Dorfstraße. Das Ganze macht einen sauberen und wohlgeordneten Eindruck. Am Ende des Dorfes steht, unter einem runden Schirmdache aus Strohgeflecht, die öffentliche Mühle, in Gestalt eines großen Mörsers. Dieser ist hergestellt aus einem ausgehöhlten Stamme härtesten Holzes, und eine schwere Holzkeule steht darin. Hiermit zerstampfen die Leute ihr Getreide. Es ist gerade heute der wöchentlich wiederkehrende Bazar der Umgegend, abgehalten auf einer baumlosen Ebene dicht vor den Häusern des Dorfes. Ihre kleinen Industriegegenstände, außerdem Stoffe, Früchte und Gewürze haben sie zum Verkaufe dort ausgelegt. Vor den stechenden Sonnenstrahlen suchen sie sich zu schützen durch aufgestellte große Dreiecke aus Strohgeflecht, welche ein findiger Unternehmer auf dem Markte zum Vermieten feilhält.

Ich kaufe den Leuten ab einige Kleinigkeiten, als Dolchmesser, steckend in roten, wohlgearbeiteten Lederscheiden, welche die Eingeborenen, um den linken Oberarm geschnallt, zu tragen pflegen. Die Karawane ist bereits vorausgeschickt, und um 4 Uhr breche ich selber auf. Für die empfangene gastliche Aufnahme wird mir als Gegenleistung nichts weiter gestattet, als ein Geldgeschenk an den Diener des Schecks.

Ich überschreite gleich hinter dem Dorfe den Rähat, dessen Ufer mit Melonengärten dicht besetzt sind, und reite nun in nordwestlicher Richtung auf den Blauen Nil zu. Vor Einbruch der Nacht passieren wir die beiden Dörfer Helle-el-Hammed und Helle-en-Nasir. In dem letzteren beschließe ich zu nächtigen. Es ist kleiner und ärmer als Cherif-Yaküb, aber ein Gemeinde-Tükl für durchreisende Fremde ist doch vorhanden, und der Schech selbst bringt sofort uns frische Milch und Eier; beides zum Abendthee sehr willkommen.

Am nächsten Morgen früh aufbrechend, setzen wir uns in die Sättel zum letzten Marsch in diesem Karawanenzuge. Es brechen die Leute, ihrer Sitte entsprechend, dabei dreimal in den Ruf aus: „Ja-Sidi-Abd-el-Kadr-el-Kilani!“ Es ist dieses der Name eines als Heiliger verehrten Schechs, den man als Schutzpatron der Reisenden in dieser Gegend anruft. Der Ruf klang jauchzend in den frischen Morgen hinein Wir passieren an diesem Vormittage folgende Negerdörfer: Helle-ed-Danägla, Helle-el-Afy, Helle-el-Mulhea und Helle-el-Hantut. Die Stoppeln breiter Durrafelder zeugten hier von fleißigem Ackerbau.

Ich bin der Karawane weit vorangeritten, denn mich treibt das Verlangen, den Blauen Nil zu sehen. Und nun, um 10 Uhr morgens, halte 102

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