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Indessen eine militärische Eskorte, von den Italienern auf allen Stationen mir gestellt, bot der englische Offizier nicht an. Um der Sicherheit halber war sie ja auch nicht erforderlich; ihre Mitgabe war mehr ein Ausdruck der Höflichkeit und der Freundschaft.
Im Grunde war ich auch nicht unzufrieden, daß dieser Höflichkeitsbeweis hier ausblieb ! — Für die begleitende Truppe hatte ich zwar nicht die Pflicht gehabt, Speiserationen zu liefern — die italienischen Leute, waren von ihren Kommandanten vielmehr ausdrücklich auf Selbstverpflegung angewiesen worden — ; aber die Großmut gebot es doch, ihnen täglich im Lager ein Stück guten Fleisches anzubieten. Das war nun in Erythräa leicht ausführbar bei der reichen Jagdbeute und den zahlreichen Herden der Beni-Amr. Schwerer wurde das im Sudan, wo mit der Bevölkerung auch der Viehbestand sich sehr stark minderte und außerdem scharfe Verordnungen der Engländer die Handhabung der Jagd einschränkten. So setzte ich denn ohne militärische Eskorte meinen Weg fort, und es bestand meine Karawane fortan aus 8 Dienern und 6 Reittieren.
Ich konnte indessen Kassala nicht verlassen, ohne von hier aus noch einem Herzenswünsche, wie einer Ehrenpflicht, zu genügen. Hier, von der Grenze , sandte ich Sr. Exzellenz , dem Herrn Generalgouverneur von Erythräa, Ferdinando Martini, folgenden Brief: A Son Excellence, le Gouverneur general de la colonie italienne, Erythraea, Mli Ferdinando Martini.
Monsieur le Gouverneur, Apres avoir fait le long chemin de Massäua ä Kassala, une distance de presque 500 kilometres, j’ai la plus grande satisfaction d’exprimer ä Votre Excellence ma plus profonde reconnaissance pour l’aide brillante, que j’ai rencontree partout. Les commandants des stations, comme ä Cheren et ä Agordat, m’accueillirent de la maniere la plus aimable, m’inviterent a entrer dans leurs casinos et me donnerent de precieuses explications sur les conditions du pays; aussi se chargerent-ils de la maniere la plus convenable des moyens de transport. Votre Excellence avait eu la bonte de commander et de regier tout cela telegraphiquement, de sorte que meme Vos propres demeures me furent reservees et mises ä ma disposition. Pour tout cela, Monsieur le Gouverneur, je Vous suis fortement oblige et cela m’est un devoir des plus chers, de Vous exprimer mes plus sinceres remerciments.
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