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33 werden . 1787 wurde die Gesellschaft für die Unterdrückung des Sklavenhandelsin London gegründet und 1792 gelang es Wilber -force , von Pitt unterstützt , einen Antrag auf die allmählicheUnter¬ drückung des Sklavenhandels im Unterhause durchzubringen . 1805 wurde in den von England eroberten holländischen Kolonien der Sklavenhandel verboten und in demselben Jahre vom Parla¬ ment ein Antrag angenommen , daß im nächsten Jahre der Handel ganz abgeschafft werden solle . 1806 erfolgte dann die Annahme des Gesetzes , das den Sklavenhandelvom J . Januar 1808 an für gesetzwidrig erklärte . Die angedrohten Geldstrafen verhinderten indessen die Weiterführung des Handels nicht , der nun von Eng¬ ländern unter spanischer oder portugiesischer Flagge getrieben wurde , und es bedurfte der Auferlegung viel schärferer Strafen , so 1824 der Todesstrafe und 1837 der Verschickung auf Lebens¬ zeit , um Erfolg zu erzielen . Die Vereinigten Staaten waren dem Beispiel Englands 1808 gefolgt und die anderen Staaten taten dies allmählich , aber es dauerte bis 1815 resp . 1817 und 1826 , bis Portugal , Spanien und Brasilien sich vertragsmäßig zum Ver¬ bot des Sklavenhandels verpflichteten .

Daß das Verbot des Handels nur der erste Schritt auf dem Aus av enrgeider Wege zur Aufhebung der Sklaverei überhaupt sein konnte , war klar , trotzdem wurde erst 1833 das Gesetz erlassen , durch das alle Sklaven in den britischen Kolonien vom 1 . August 1834 an für frei erklärt wurden . Die in Westindien geborenen Sklaven sollten noch vier , die andern noch 6 Jahre ihren Herren als freie Arbeiter dienen . Zur Entschädigung der Eigentümer wurden 20 Millionen Pfund Sterling ausgeworfen . Über die Gründe , welche die englische Regierung zu ihrem Vorgehen in der Sklaven¬ frage bewogen haben , ist viel gestritten worden , aber es unter¬ liegt wohl keinem Zweifel , daß , wenn auch der Niedergang der Plantagenwirtschaft in Westindien , die Notwendigkeit , die britischen Interessen dort gegen eine übermächtige Konkurrenz anderer jungfräulicherer Gebiete zu schützen und der Übergang der Häfen der Gebiete in Afrika , aus denen die Sklaven haupt¬ sächlich bezogen wurden , in englischen Besitz , nicht ohne Einfluß auf die Entschließungen der englischen Regierung gewesen sein mögen , ihre Handlungsweise doch im wesentlichen durch huma¬ nitäre und philanthropische Gründe bestimmt worden ist . Jedenfalls waren die Opfer , die England für den von ihm verfolgten Zweck brachte , sehr erhebliche und sollen außer der erwähnten Ent¬ schädigung von 20 Millionen £ von 1808 bis 1850 gegen 30 7? Mill . £ betragen haben , die zum Teil an fremde Mächte , be¬ sonders Spanien und Portugal bezahlt , teils für die Unterstützung und Ansiedelung befreiter Sklaven in Sierra Leone an der Gold¬ küste , hauptsächlich aber für die Maßregeln zur Unterdrückung des Sklavenhandels auf dem Meere (über 18 Mill . £ ) ausgegeben wurden .

Die Aufhebung der Sklaverei sollte auch auf englischem jamaica . Gebiet nicht ohne Schwierigkeiten vor sich gehen . In Jamaica hatten sich die schlimmsten Mißbräuche des Systems entwickelt , England in deutscher Beleuchtung . 1. Heft . 3

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