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32 an demselben auszusetzen , auch die Engländer nicht , und selbst die puritanischen Neuengländer sahen nichts Verwerfliches darin , ihre Schiffe für den Sklavenhandel herzugeben . Das wirtschaftlicheErgeb¬ nis der Einfuhr von Sklaven nach Westindien und ihrer Beschäftigung piantagenbau dort als Plantagenarbeiter war eine äußerst intensive Ausbeutung dieser Plantagen , zugleich aber auch die Beschränkungdes Anbaus auf einige wenige Pflanzen . Die Erträge waren während langer Zeit außerordentlich hohe . Der Nettoertrag einer Pflanzung in St . Domingo soll den Kaufpreis der Plantage in sechs Jahren ge¬ deckt haben , und Adam Smith führt an , daß die Pacht einer Plantage aus dem Ertrage von Rum und Melasse gedeckt worden und alles andere reiner Gewinn gewesen sei . Die intensive Aus¬ beutung war aber zugleich mit einer ebenso intensiven Ausnutzung des Bodens verbunden , so daß schließlich immer der neuste Kon¬ kurrent auf dem Gebiet des Plantagenbaues der erfolgreichste war . So mußten die älteren Antillen Jamaica den Platz räumen , den es später an die französischen Inseln abtreten mußte , die ihrerseits wieder von Kuba überflügelt wurden . Bei der inten¬ siven Entwicklung des Plantagenbetriebs handelte es sich im wesentlichen um eine kapitalistische Ausbeutung derselben , die sich mit der wirtschaftlich -politischen Auffassung deckte , daß Kolonien so lange als nützlich anzusehen seien , wie sie heimischem Kapital Beschäftigung gewährten und den heimischen Industrien keine Konkurrenz machten . Jedenfalls hing die Sklaverei eng mit dem Wohlergehen Westindiens und des dort angelegten eng¬ lischen Kapitals zusammen und es wurde daher als ein politischer Erfolg angesehen , als England im Frieden von Utrecht 1713 das Privileg erhielt , den spanisch -amerikanischen Kolonien Sklaven zu¬ zuführen , von denen es sich verpflichtete , jährlich 4800 zu liefern .

1775 erklärte das Handelsamt , „ daß es den Kolonien nicht ge¬ statten könne , einen Handel zu stören oder zu entmutigen , der der Nation solchen Vorteil bringe " , und noch 1827 sprach sich Lord Stowell , lange Zeit die höchste englische Autorität in völkerrechtlichen Fragen , in einem Urteil dahin aus , daß das so lange vom Mutterlande den Kolonien gegenüber vertretene System noch als eine Quelle des Reichtums und der Macht des Landes angesehen werde . In England selbst habe freilich seit dem Ende des 18 . Jahrhunderts eine Bewegung gegen die Sklaverei ein¬ gesetzt , aber in den Kolonien bestände sie noch und werde von den Gerichtshöfen unterstützt und geschützt . Einem solchen System gegenüber könne man nicht den Satz „ malus usus abo -lendus est " zur Anwendung bringen 1) . Aufhebung Die Antisklaverei -Bewegung begann in England in der Tat e handeisen gegen Mitte des 18 . Jahrhunderts und führte zu manchen Ver¬ suchen der Verbesserung der Lage der Sklaven in den Kolonien , aber selbst in England blieb der Sklave , der mit seinem Herrn dorthin kam , bis 1772 Sklave und konnte öffentlich verkauft ') H . E . Egerton ., The Origin and Growth of the English Colonies and of their System of Government .

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