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29 Engländer , leider auch manche Grausamkeiten derselben sah , wurde die Erhebung niedergeschlagen . 1853 war der Freibrief der Gesellschaft erneuert worden , aber nur für so lange , wie es dem Parlament gefallen würde , und 1858 ging Indien an die | nJjens g ™Sdie Krone über . Krone . Die Aussichten waren nicht gerade glänzende . Die öffent¬ liche Schuld war von 59 2 Mill . auf 87 gestiegen , und die drei Jahre des Aufstandes hatten ein Defizit von über 30 Milli¬ onen gebracht . Die Regierung sah sich genötigt , eine Ein¬ kommensteuer von 4 Proz . auf alle Einkommen über 50 £ jährlich und eine von 2 Proz . auf solche zwischen 20 und 50 £ zu legen . Dies letztere wurde indessen , nachdem eine Ver¬ minderung der militärischen Ausgaben um 3 1 '•> Million und der für den Zivildienst um 1 '•> Million eingeführt worden war , wieder aufgehoben . Zwischen 1856 und 1862 stieg außerdem die Grundsteuer um 2 1 ■> Million £ , so daß Lord Canning , als er in dem letzteren Jahre Indien verließ , erklären konnte , daß er es in Frieden und Wohlstand zurücklasse .
Das allgemeine Urteil über die „ Ostindische Gesellschaft " läßt sich in wenigen Worten zusammenfassen . Das Große , was an Ort und Stelle für die Gründung des englisch -indischen Reichs geschah , ist selten auf den Befehl der leitenden Männer in England und oft gegen denselben geschehen . Auch an den häufigen Erpressungen wie an der Bedrückung der Eingeborenen war die Gesellschaft als solche meistens unschuldig ; dieselben gingen vielfach aus dem Bedürfnis hervor , die leeren Kassen für die lokalen Bedürfnisse und Kriege zu füllen , oder aus dem Wunsch der schlecht bezahlten Beamten , möglichst bald ein Ver¬ mögen zu erwerben , das ihnen die Rückkehr nach England ge¬ stattete . Diese negative Anerkennungtut aber der positiven keinen Abbruch , daß innerhalb von etwas mehr als anderthalb Jahr¬ hunderten die Gesellschaft resp . ihre Beamten ihrem Vaterlande ein Kolonialreich von vielfach größerem Umfange als dasselbe erworben haben .
Es ist in fremden Kreisen , namentlich in letzter Zeit , viel - Gute Folgen fach Sitte geworden , die englische Herrschaft in Indien als eine eHeCrrfchafter tyrannische Aussaugung des indischen Volks zu bezeichnen . Nichts könnte irrtümlicher sein . Wer die Geschichte Indiens kennt , wer weiß , welche Zustände in dem von den Räuberhorden der Mah -ratten , Afghanen , Sikhs , Ghorkas und Pindaris immer wieder durchzogenen und geplündertem Lande herrschten , Zustände , die unendlich viel schlimmere waren , als die in Deutschland während des dreißigjährigen Krieges und in den Niederlanden während des Befreiungskampfes gegen Spanien , der wird nicht in Abrede stellen können , daß die Herrschaft der Engländer in Indien für die große Mehrzahl der Bevölkerung alle Vorteile des Friedens und der Sicherheit für Leben und Eigentum gebracht hat . Aber Sicherheit , auch in anderer Beziehung ist die englische Herrschaft ein Segen für Indien gewesen . Was dort neben den Verwüstungen durch Kriege und Raubzüge immer am meisten zu fürchten gewesen ,