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62 desselben und den siidlichen der Bahr el ghasal - Provinz inne; die andern bewohnen den ganzen Siiden bis zur Grenze jenes Urwaldes, Stanley’s »grossem Walde«.
Mit dem generischen Namen Mambettu1) werden die Vólkerschaften der Monfu, Mabodde, Ab ramo, Abarambo, Ababua, Bandje u. s. w. zusammengefasst, die ihrerseits in eine Menge kleiner, immer nach ihren Hauptlingen benannter Stamme zerfallen. Ihre Hauptnahrung ist die Banane, von der sie endlose Walder haben. Sie bauen auch gelben und weissen Mais, aber selir wenig, so dass er grade zur Merissabereitung hinreicht. Der Anbau des weissen Mais erfordert weniger Arbeit und ist zehnmal ergiebiger, ais der des gelben. Den Anbau des weissen in Gurguru verdankt man Hauasch Montassar, der ihn eingefiihrt Rat und dessen' unermudliche Thatigkeit und intelligente Initiative diesem Lande auch die Einfiihrung von Fruchtbaumen, Orangen, Citronen, sowie von Gemiisen der verschiedensten Arten, worunter namentlich Zwiebeln, ferner Tabak, wozu er sich den Samen aus Gadaref in der Provinz Kassala verschafft hatte, gebracht hat. Die Rinderrasse ist in Gurguru fast unbekannt; an Schlachttieren giebt es nur wenige Hammel und Ziegen. Letztere sind von einer andern Art ais im iibrigen Aequatorialgebiet und unterscheiden sich vor allem durch ihr langes Haar. Obwohl also die Tiere in diesem merkwtirdigen Lande rar genug sind, so versagen sich die Einwohner doch nicht den Fleischgenuss; denn trotz des strengen Verbots der Regierung geben diese anthropophagen Vólkerschaften den Genuss von Menschenfleisch nicht auf.
Im Gegensatz zu den meisten schwarzen Vólkerschaften des Ssudan reissen sich die Mambettu und die Niamajem die Schneidezaline nicht aus, sondern behalten und feilen sie zu scharfen Spitzen, wie ich das friiher gelegentlich von einem Teile der Makraka erwahnt habe.
*) Der Name wird von Schweinfurth Monbuttu, von Junker Mangbattu, von Casati Mambettu geschrieben. B. M.