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52 die Rinder nach Tausenden, und in der ersten Zeit der Eroberung konnten die Truppen von einer Razzia gegen die nicht unterworfenen Stamme leicht bis io ooo Ochsen heimbringen.
Aber seit den Pliinderungen und dem unerhórten Treiben der Handler sind die friiher so bliihenden Lander sehr verarmt. Zumal die Kuku sind sehr arm an Vieh und fur die Fleischnahrung vollstandig auf den Ertrag der Jagd und des Fischfanges angewiesen. Sie essen alles: Elefanten und Hammel, Fische und Crokodile, Eidechsen, selbst Schlangen und an Vegetabilien alle Friichte des Urwaldes, vorausgesetzt, dass sie ais nicht giftig kenntlich sind; bei einer Hungersnot leben sie selbst von den Wurzeln der Graser. Kurz, alles was der Eingeborene verdauen kann, findet er gut. Die geflugelten Ameisen bilden fur die Schwarzen einen Leckerbissen und thatsachlich haben sie einen ganz angenehmen Geschmack. Diese weissen und an Grósse den Bienen gleichen Tiere finden sich wahrend des Winters in allen Teilen des Ssudan in betrachtlichen Mengen. Vor Beginn der Regenzeit bauen sie ihre Wohnungen in Gestalt hoher Haufen aus Thonerde, die man Kantur nennt und tiberall im Ssudan finden kann. Die Kantur haben gewóhnlich einen Durchmesser von 0,50 m, bei gleicher Hóhe; sie kónnen jedoch auch eine Hóhe von 3 m oder mehr bei 4—5 m Durchmesser erreichen, was ihnen den Anblick kleiner Hiigel verleiht. Wenn die Regenzeit eintritt, dringen die Tropfen leicht in die Erde ein und hóhlen darin kleine Lócher aus. Dann ziindet der Eingeborene ein grosses Strohfeuer um den Kantur an. In dem Augenblick, wo die Ameise ihren vom Wasser iiberschwemmten Bau verlasst, ist sie wie erstarrt und kann nicht fliegen. Von dem Feuer angezogen wie der Schmetterling, verbrennt sie sich die Fliigel und fallt auf die Erde, wo der Eingeborene sie sammelt, absiedet und aufbewahrt. Die Menge der Ameisen ist so betrachtlich, dass der Schwarze sich einen bis zur nachsten Ernte ausreichenden Vorrat einsammeln kann. Wie die Ameise, bildet auch der Fisch einen wichtigen Bestandteil in der Nahrung der Madi, Mętu und