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sonst keine Bedeutung gehabt; es ist von dem Stamme Tuitsch bewohnt, der zu der grossen Familie der Dinka oder Djange ge- hórt; ausser Honig wird in dem Bezirk nichts besonderes produziert, da der Anbau auf das allernotwendigste beschrankt wurde, bis zu dem Grade, dass die Garnison ihre Ration zu Gordorfs Zeit von Chartum und zu Emin’s Zeit von Ról oder Bór erhalten musste.

Spater wollte Emin den Bezirk von Law, der einen Tage- marsch von Schambe entfernt ist, seines Rinderreichtums wegen unterwerfen. Zu diesem Behufe unterstellte er ihn der Verwaltung von Schambe und nannte die Station Schambe - Law; aber die durch den mahdistischen Aufstand hervorgerufenen Ereignisse liessen ihm keine Zeit, dies Projekt zur Ausfuhrung zu bringen.

In den Waldern von Schambe herrscht das Ebenholz vor; die Affen finden sich dort in grosser Zahl und wagen es sehr haufig, bei Nacht in das Dorf und selbst in die Hauser zu dringen. Den unvorsichtigen Hausfrauen, die ihre Thiiren offen lassen, werden haufig ihre Mundvorrate geraubt. Die Affen von Schambe erreichen eine ziemliche Grósse; sie sind manchmal so gross wie Akka-Zwerge, d. h. ungefahr 1.20 m; man behauptet auch, dass sie eine ausserordentliche Kraft besitzen.

In Schambe haben mir die Soldaten erzahlt, dass 50 Mann, die in den Wald gegangen waren, um Holz zu holen, von einem ziemlich zahlreichen Heer dieser mit grossen Ebenholzasten be- waffneten Affen angegriffen worden waren und sich in aller Eile

nach der Station hatten zuriickziehen miissen. War dies ein Anfall von Patriotismus, der diese Schimpansen mit einem Małe gegen die Eindringlinge aufregte?

Wenn die Eingeborenen sich einige Affen verschaffen wollen, suchen sie die Jungen zu ergreifen, die sich leicht an das haus- liche Leben gewóhnen; aber um dieser habhaft zu werden, muss

man die Wachsamkeit der Alten einschlafern, und dieses Resultat erreichen die Eingeborenen durch ein wirklich merkwiirdiges Ver-

fahren.

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