Sudan Archive

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167 des Landes gemacht. Da brach Ismall Pascha Ajub nach Darfur auf und wusste Sobeir Rahmi durch Versprechungen zu iiberreden, nach Kairo zu gehen, um sich dem Chedive vorstellen, zu lassen. Wahrend Sobeir dort ais Gefangener zuriickbehalten wurde, konnte Ajub Pascha, fast ohne einen Schlag zu thun, Darfur in Besitz nehmen. Die Verwaltung Ajubs war nicht besser oder schlechter ais die seiner Vorganger. Die Missbrauche, unter denen die Bevólkerung zu leiden hatte, blieben bestehen und saeten immer neue Keime der Unzufriedenheit, weiche bald darauf so gewaltig losbrechen sollte.

Auf Ismail Pascha folgte Gordon Pascha, dessen Verwaltung noch ein unlósbares Ratsel ftir alle Welt bleibt. Gordon war ohne Frage ein durch sein militarisches Talent und seine zivilisatorischen und fortschrittlichen Grundsatze hervorragender Mann. Aber neben diesen unleugbaren Eigenschaften und neben seinen der Sklaverei absolut feindlichen Ideen beweisen seine Handlungen ziemlich grosse Toleranz in der Frage des Sklavenhandels und viele Irrtiimer vom politischen und administrativen Gesichtspunkte.

Wir haben schon erzahlt, wie Gordon einst in Kordofan einer Karawanę Sklavenhandler begegnete und sie ruhig ziehen liess, nachdem er sie gefragt hatte, ob sie niemand weiter gesehen habe. Diese Thatsache muss uns billig in Erstaunen setzen und verbliifft machen, denn wir fragen uns, ob solche Inkonseąuenz jemals móglich ist. Aber gerade in diesem Punkte der In­ konseąuenz bietet das Benehmen Gordon’s im Ssudan unzahlige Beispiele, von denen nur einige angefiihrt werden sollen.

Ibrahim Fausi, der spater Fausi Pascha wurde und heutzutage Gefangener in Um Durman ist, war Unteroffizier in der Rechnungskammer der Pulverfabrik in Chartum, ais eine Laune Gordon’s ihn in wenigen Monaten zum Oberstleutnant mit dem Titel eines Gouverneurs der Aequatorialprovinz befórderte. Tohami Galal el Din, Gordon’s Sekretar, war ein Dongolaui und einfacher Schreiber in Chartum, ais Gordon in rascher Reihenfolge ihn zum

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