Sudan Archive

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159 im Notfalle eine gerechte Strenge nicht aus; so war er gleichzeitig geliebt und gefiirchtet, und hauptsachlich deswegen wurde wahrend der Dauer seiner Verwaltung der Friede im Ssudan niemals ernstlich gestórt. Der Beamte namentlich, den er im Zaum zu halten wusste, ebenso die Missbrauche, der Unfug und die Unterschleife der Regierungs-Behórden, welche ihr spater die Herzen der Eingeborenen entfremdeten, liaben unter Abd el Latif Pascha nur selten hervortreten kónnen.

Nachdem er seine Entlassung eingereicht hatte, wurde er von Ali Pascha Kako (»Affe«) ersetzt. Er kam in Chartum mit 2 Bataillonen Infanterie an, welche unter Ibrahim Pascha den Feldzug in Syrien mitgemacht hatten. Diese beiden Bataillone wurden, das eine unter dem Befehl von Osman Bey el Arnauti nach Walad Madani, und das andere unter dem Befehl von Ali Pascha Sebastopol nach el Obeid, der Hauptstadt von Kordofan, in Garnison gelegt.

Um diese Zeit machte Abbas Pascha, der inzwischen auf den Thron Aegyptens gestiegen war und dem die Erhaltung und das Wohl des Ssudan am Herzen lag, jene unpolitische Massregel des Handelsmonopols riickgangig. Nitn begannen Kaufleute und Industrielle aller Nationen nach dem Ssudan zu strómen und die Produkte der europaischen Industrie bis zu den fernsten Punkten des Landes vorzudringen; seit dieser Zeit datiert die so betrachtliche kommerzielle Bedeutung des Ssudan.

Ais der Elfenbeinhandel von den Arabem wiederum in’s Leben gerufen wurde und diese gezwungen waren, das Elfenbein von den entfernt isten Punkten transportieren zu lassen und in den Negern eine leichte Beute fiir sieli sahen, zumal da der Verkauf der Sklaven durch die Unzulanglichkeit der dagegen gerichteten Verbote bedeutend erleichtert war, so lebte auch der Sklavenhandel von neuem auf und zwar in viel grósserem Umfange; die Unzufriedenheit verschwand, aber nur, um spater, in Gordons Zeit, wieder hervorzutreten, ais jene beiden Massregeln wieder erneuert wurden.

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