Sudan Archive

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125 Frau seinen Ssałam und setzt seinen Weg fort. Es wiirde iiberflussig sein, diese Beispiele zu vermehren. Es ist allbekannt, dass die Ssudanaraber bei ihren Belustigungen ihren Mut darin zu zeigen suchen, dass sie sich mit dem Dolche Arme, Beine und Brust zerhacken oder sich mit entblósstem Oberkórper in den grossen Haufen setzen und sich von allen aufs heftigste mit der Nilpferdpeitsche schlagen lassen, ohne dass sie mit den Wimpern zucken, selbst wenn das Blut in Strómen herabrinnt und Fleischfetzen sich bisweilen unter der Peitsche loslosen, denn bei dem geringsten Anzeichen von Ungeduld oder Schmerz werden sie fur feige gehalten und aus der Gesellschaft ausgestossen.

Mit seinem bewundernswerten Mut verbindet der Ssudanaraber eine Beweglichkeit und Gewandtheit, die ihn zu einem gefahrlichen Gegner im Kampfe machen. Zudem besitzt er einen eigenen Stolz und ist den Seinigen gegeniiber von ungewóhnlicher Aufrichtigkeit und Treue. Ehemals kannte er die Liige nicht, noch jetzt sind Leute zu finden, die lieber ihren Kopf verlieren, ais liigen, doch hat die ansteckende Beruhrung mit dem agyptischen Element schon die meisten verderbt. Wie die meisten Orientalen iiben sie Gastfreundschaft im weitgehendsten Masse. Ihre Gebrauche, die wegen ihrer Originalitat sehr merkwiirdig sind und sich von denen der anderen muhammedanischen Vólker bedeutend unterscheiden, verdienen besondere Erwahnung. Wir geben deshalb in folgendem eine Beschreibung der Feierlichkeiten bei den wichtigsten Lebensereignissen, der Heirat, der Beschneidung und der Beerdigung.

Hochzeit. Piane zu ehelichen Verbindungen reifen hier wie auch anderwarts gewóhnlich bei P'estlichkeiten. Wenn ein junges Madchen bei einem solchen Fest mit ihrem Tanz oder sonst wie die Aufmerksamkeit des Mannes erregt hat, so sucht er sich im Stillen iiber ihre Eigenschaften, ihre Eltern und Verhaltnisse zu informieren. Sodann lasst er die Eltern auf ihre Bereitwilligkeit hin ausforschen und wenn er die Gewissheit erlangt hat, mit seiner Bewerbung

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